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Aus der Vogelperspektive: So soll das Projekt einmal aussehen.

Investor errichtet 14 Wohneinheiten

Millionen-Projekt in Großweil: Ortsmitte erhält neues Gesicht

Wer durch Großweil fährt, kommt unweigerlich an der großen Baustelle vorbei. Im Ortskern entstehen 14 Wohneinheiten. Der Investor nimmt etwa neun Millionen Euro in die Hand.

Großweil – Die Großweiler Ortsmitte war in der Vergangenheit nicht gerade eine Zierde. Dort stand früher eine Tankstelle, zuletzt boten alte und gebrauchte Autos auch nicht gerade eine einladende Optik. Doch das ist Geschichte. Denn zwischen Kocheler und Kleinweiler Straße entstehen zwei Mehrfamilienhäuser sowie vier Doppelhaushälften. Insgesamt werden es 14 Wohneinheiten. „Wir haben bereits gut über die Hälfte verkauft“, sagt Albert Schöberl, Projektleiter des Investors SNI Immoreal GmbH aus Oberhaching. Erworben haben die Immobilien Menschen aus Penzberg, Sindelsdorf, Murnau oder auch München. Großweiler waren laut Schöberl nicht darunter. Ein Mehrfamilienhaus steht schon, dort erfolgt der Innenausbau. Das zweite soll ab Mitte April errichtet werden. Die Mehrfamilienhäuser beherbergen zehn Wohnungen mit Größen zwischen 80 und 160 Quadratmetern. Der Plan ist, dass zwischen September und Dezember 2019 die Käufer einziehen, die Doppelhaushälften werden später fertig. SNI Immoreal investiert in das Projekt insgesamt rund neun Millionen Euro.

Das energetische Konzept sieht vor, dass alle Einheiten durch großflächig verbaute Photovoltaik-Module mehr Energie produzieren, als für den Betriebs- und Haushaltsstrom gebraucht wird. Die überschüssige Energie wird an den virtuellen Speicher abgegeben. Eine Infrarotheizung soll die Bewohner mit Wärme versorgen. Auch eine Tiefgarage ist geplant. Sie soll 28 Stellplätze haben, die Einfahrt ist von der Kleinweiler Straße her vorgesehen.

Der Realisierung ging eine längere Planungsphase voraus. Ursprünglich waren Reihenhäuser vorgesehen. Die wollte die Gemeinde aber nicht haben, weil sie nach Meinung der Volksvertreter nicht zum dörflichen Charakter passen. Beide Seiten äußern sich positiv über die Verhandlungen. „Die Gemeinde hat sich sehr viel Mühe gegeben“, betont Schöberl. Bürgermeister Manfred Sporer (CSU/Dorfgemeinschaft) wiederum unterstreicht, dass der Projektleiter „sehr gesprächsbereit“ gewesen sei. Einen Bebauungsplan für die etwa 3500 Quadratmeter große Fläche gibt es nicht. „Den hat es nicht gebraucht“, sagt Sporer.

Roland Lory

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