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Neue Direktorin für die Glentleiten: Dr. Julia Schulte to Bühne folgt auf Dr. Monika Kania-Schütz

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Von: Roland Lory

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Bedeutende Personalie: Bezirkstagspräsident Josef Mederer mit der künftigen Museumsdirektorin Dr. Julia Schulte to Bühne nach der Sitzung des Bezirksausschusses in München.
Bedeutende Personalie: Bezirkstagspräsident Josef Mederer mit der künftigen Museumsdirektorin Dr. Julia Schulte to Bühne nach der Sitzung des Bezirksausschusses in München. © Bezirk Oberbayern/Peter Bechmann

Die Nachfolge von Glentleiten-Chefin Dr. Monika Kania-Schütz ist geklärt. Ab 1. Oktober leitet Dr. Julia Schulte to Bühne das Freilichtmuseum oberhalb von Großweil. Dies teilte der Bezirk Oberbayern am Dienstagvormittag mit.

Großweil – Dr. Julia Schulte to Bühne heißt die künftige Direktorin des Freilichtmuseums Glentleiten des Bezirks Oberbayern. Die 53-Jährige tritt die Gesamtleitung des Freilichtmuseums und des Bauernhausmuseums Amerang am 1. Oktober an. Der Bezirksausschuss des oberbayerischen Bezirkstags hat dem Personalvorschlag in seiner Sitzung am 6. Juli in München zugestimmt. Dr. Schulte to Bühne folgt auf die langjährige Direktorin der Glentleiten, Dr. Monika Kania-Schütz, die Ende Juli in den Ruhestand verabschiedet wird.

„Es freut mich sehr, dass wir mit Dr. Schulte to Bühne eine äußerst vielseitige Expertin für unsere Museen gewonnen haben“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU) laut einer Pressemitteilung. „Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Leitung eines großen Freilichtmuseums in Niedersachsen und über Spezialwissen für die Sanierung von historischen Gebäuden. Diese Kenntnisse sind für ihre Aufgaben bei uns besonders wichtig. Ich bin mir sicher, bei Dr. Schulte to Bühne sind unsere Museen in besten Händen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Direktorin in Cloppenburg

Schulte to Bühne ist in Osnabrück geboren. Ihr Studium der Volkskunde, Pädagogik, Soziologie und Kunstgeschichte hat sie 1999 mit Promotion abgeschlossen. Während eines Volontariats beim Niedersächsischen Freilichtmuseum Cloppenburg sammelte sie erste Erfahrungen im Museumsbereich. Danach folgten berufliche Stationen unter anderem beim Monumentendienst Weser-Ems sowie beim Niedersächsischen Heimatbund in Hannover. 2018 kehrte Schulte to Bühne für drei Jahre ans Freilichtmuseum Cloppenburg – mit fast 300 000 Besuchern pro Jahr das meistfrequentierte Museum Niedersachsens – als dessen Direktorin zurück. Seit 2021 beschäftigte sie sich als Geschäftsführerin der Kultur- und Denkmalberatung AltBauHaus intensiv mit der Sanierung historischer Gebäude und Kulturberatung.

„Ich freue mich auf die großartige Aufgabe, zwei so einzigartige Museen lebendig und zukunftsorientiert weiter entwickeln zu können“, sagte die künftige Museumsdirektorin Schulte to Bühne. „Beide Museen begeistern mich mit ihren Ausstellungen, spannenden Hausgeschichten und interessanten Veranstaltungen. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, die Besuchenden für die vielseitige regionale Kultur zu begeistern und diese in der Kulturlandschaft erlebbar zu machen.“"

Schulte to Bühnes Leidenschaft ist der Kultur- und Museumsbereich – „vor allem bin ich begeistert von Freilichtmuseen“, sagt die 53-Jährige. „Als ich erfahren habe, dass die Stelle an der Glentleiten vakant ist, war ich gleich entschlossen, mich auf diese vielseitige Stelle in einem renommierten Museum mit gepflegten Gebäuden und vielfältigen Aktivitäten zu bewerben.“

Familie „ist begeistert“

Und was sagt ihre Familie zum Umzug? „Meine Familie ist begeistert, den Süden Deutschlands kennen zu lernen. Wir sind alle sehr neugierig auf die Menschen, die Kultur und die Natur in Oberbayern. Und natürlich gefällt uns, dass der Weg in die Berge nun sehr kurz geworden ist, denn wir sind alle begeisterte Skifahrer.“

Am meisten freut sich die künftige Glentleiten-Direktorin darauf, „die zwei großartigen Museen mit den Mitarbeitenden kennenlernen und weiterentwickeln zu dürfen. Ich bin gespannt, welche guten Ideen wir zusammen haben, um den Bestand zu bewahren und Neues zu entwickeln“.

Der Name der „Neuen“ klingt für oberbayerische Ohren ungewöhnlich. Dazu gibt es eine Geschichte. „Schulte bezeichnet im Nordwesten den Besitzer eines großen Bauernhofes“, erzählt die künftige Leiterin. „Da es in dem Dorf meiner Vorfahren mehrere Schultenhöfe gab, ergänzte man den Namen um einen Zusatz, um die Bauernhöfe voneinander zu unterscheiden. Der Hof lag auf einer Anhöhe wie auf einer Bühne und daher wurde der Name Schulte um den Zusatz to Bühne ergänzt.“

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