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Großprojekt: Am Freilichtmuseum Glentleiten sind Arbeiter seit Oktober vergangenen Jahres mit dem Neubau beschäftigt.

Neues Eingangsgebäude für Freilichtmuseum Glentleiten  

Millionenprojekt im Zeitplan

Der Neubau des Glentleiten-Eingangsgebäudes kommt gut voran. Das Richtfest ist für Mittwoch, 21. Juni, geplant – den Tag des Sommeranfangs also. Eröffnet werden soll der Komplex 2018 an Josefi (19. März).

Großweil – Im Oktober war der Spatenstich, seitdem ist oberhalb von Großweil einiges passiert. „Der Rohbau ist in vollem Gange“, teilt Dr. Melanie Bauer mit, Sprecherin des Freilichtmuseums. Die Arbeiten rund um den Stahlbeton seien abgeschlossen. Die Holzbaufirma stellt derzeit für das Obergeschoss vorgefertigte Binder und Stützen auf, zieht bereits eine Decke ein und legt die unterste Lage des Daches auf. Ab 22. Mai geht es dann mit dem Dachaufbau los (Dämmung, Dichtung und ähnliches). „Die oberste Schicht wird im späteren Lauf des Jahres draufgesetzt“, berichtet Bauer. Für den Holzbau sind insgesamt zwölf Wochen eingeplant, ab Ende Mai beginnt überlappend der Innenausbau. Irgendwelche Hindernisse/Schwierigkeiten gab es nach Angaben der Sprecherin bis dato nicht.

„Trotz des kalten und schneereichen Wetters zu Beginn des Jahres 2017 musste nur eine kleine Arbeitspause auf der Baustelle eingelegt werden, sodass fast durchgehend gearbeitet wurde und keine nennenswerten Verzögerungen eintraten.“ Das neue Gebäude wird der Einrichtung des Bezirks Oberbayern nicht nur als Eingang mit Empfang, Kasse und Museumsladen dienen. Es wird auch einen Raum für Sonderausstellungen beherbergen sowie im Obergeschoss die Museumsgaststätte. Als Besonderheit wartet die Gastronomie mit einer Schaubrauerei auf.

Die Ausgaben gab man im vergangenen Jahr mit 13,5 Millionen Euro an. Dies rief den Bund der Steuerzahler auf den Plan, der eine vermeintliche Kostenexplosion beklagte (wir berichteten). Der Bezirk Oberbayern bekommt übrigens auch Fördergelder für den Neubau. Er erhalte „etwa 1,5 Millionen Euro an Zuschüssen von der Bayerischen Landesstiftung und vom Kulturfond Bayern“, informiert Bauer.

Wie das bisherige Eingangsgebäude weiter genutzt wird, steht bisher noch nicht fest. „Es gibt verschiedene Handlungsoptionen“, sagt die Glentleiten-Sprecherin. „Wir favorisieren von Museumsseite aus, die frei werdenden Flächen als begehbares Depot für Museumsbesucher zu nutzen, um die umfangreiche Sachgutsammlung der Glentleiten, die einzigartige Zeugnisse zur Alltagsgeschichte Oberbayerns birgt, weiterhin adäquat unterzubringen und der Öffentlichkeit – auch außerhalb von Sonderausstellungen – präsentieren zu können.“ Derzeit umfasse diese Sammlung circa 80 000 Objekte. Das schadhafte Dach der Thürlmühle – so heißt das bisherige Zugangsgebäude – ist mittlerweile neu eingedeckt worden.

Bauer: „Das heißt, nach 40 Jahren wurden die Dachziegel komplett erneuert, und das Gebäude erhielt einen neuen Anstrich.“ Die historische Konstruktion des Dachstuhls sei erhalten geblieben.

Roland Lory

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