Wetter in Bayern: „Katwarn“-Alarm - DWD warnt vor Extremwetterlage - München trifft es besonders schlimm

Wetter in Bayern: „Katwarn“-Alarm - DWD warnt vor Extremwetterlage - München trifft es besonders schlimm
+
Test bestanden: Die erste Turbine (l., noch vor Wasser geschützt) soll am Dienstag den Betrieb aufnehmen.

Pilotprojekt in der Loisach auf der Zielgeraden

Revolutionäres Schachtkraftwerk Großweil: Betrieb mit einer Turbine soll am Dienstag anlaufen

  • schließen

Der Moment besitzt für Großweil historische Dimension: Das weltweit erste Schachtkraftwerk wird voraussichtlich am heutigen Dienstag in Betrieb gehen – vorerst mit einer Turbine.

Großweil – Diesen nächsten - und entscheidenden Schritt - kündigte Großweils Bürgermeister Manfred Sporer (CSU-Dorfgemeinschaft) am Montagnachmittag an. Sporer ist neben Günther Rösch Geschäftsführer der Investorin Wasserkraftwerk Großweil GmbH; in dieser ziehendie Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen, das Kraftwerk Farchant und die Gemeinde Großweil als Gesellschafter an einem Strang.

Damit befinden sich die Verantwortlichen des Pilotprojekts, das umweltfreundlichen Strom erzeugen wird, auf der Zielgeraden eines langen Weges. Wohl noch in dieser Woche soll die zweite Turbine in Großweil eintreffen. Beide Maschinen hatten – nach Problemen und Malheuren vor Ort – instandgesetzt werden müssen.

Die erste Turbine hatte bereits in der vergangenen Woche einen Test bestanden: im Trockenbetrieb. „Auf diese Weise konnte man sehen, ob die beweglichen Teile funktionieren – und sie haben funktioniert“, sagt Sporer. Dazu hatte man am Schacht Dammbalkenverschlüsse, wie sie beim Hochwasserschutz Verwendung finden, und eine Dammtafel (im Unterwasser) eingesetzt. Heute soll es richtig losgehen, „im Nassbetrieb“, wie Sporer sagt; die Startzeit stehe noch nicht fest. Der produzierte Loisach-Öko-Strom wird so bald wie möglich ins öffentliche Netz eingespeist. Sporer, der im Zuge des revolutionären Wasserkraftwerkbaus mitunter starke Nerven gebraucht hat, rechnet nicht mit Problemen: „Ich gehe davon aus, dass es keine Komplikationen gibt.“ Anspannung verspüre er nicht: „Es überwiegt die Freude darüber, dass es losgeht.“

Der Dammbalkenverschluss wurde bereits versetzt, damit die zweite Turbine eingehoben und angeschlossen werden kann. Dafür gilt es, den Schacht auszupumpen. Zwei bis drei Wochen Arbeit, sagt Sporer, fallen noch an. Sollte im Februar ein gravierender Kälteeinbruch erfolgen, schließt er Verzögerungen nicht aus.

Diese haben die Errichtung des Schachtkraftwerks begleitet; immer wieder gab es Rückschläge. Der Bau war Mitte März 2018 angelaufen – vor knapp zwei Jahren also. Die Kosten hatten die Verantwortlichen damals mit 5,4 Millionen Euro beziffert, wobei hohe staatliche Zuschüsse für das Pilotprojekt fließen. „Ich glaube“, sagt Sporer, „dass wir uns zumindest nicht weit außerhalb des Kostenrahmens bewegen werden.“

Lesen Sie dazu auch: Schachtkraftwerk Großweil: Jetzt steht der Betriebsstart fest

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ettal im Porträt: Viele Projekte wurden realisiert - ein Vorhaben aber frustriert den Bürgermeister
Wahltag ist Zahltag: Was haben Bürgermeister und Gemeinderat in den vergangenen sechs Jahren erreicht? Woran hapert es noch? Unter der Lupe diesmal: Ettal.
Ettal im Porträt: Viele Projekte wurden realisiert - ein Vorhaben aber frustriert den Bürgermeister
Streit um Top-Grundstück am Staffelsee eskaliert: Uffing verbietet Holzhaus - Familie stellt Strafantrag
Der Streit um ein geplantes Holzhaus an einem Traum-Grundstück am Staffelsee gerät zu einer filmreifen Schlammschlacht: Eine neue Gemeinderatsentscheidung führt zu einem …
Streit um Top-Grundstück am Staffelsee eskaliert: Uffing verbietet Holzhaus - Familie stellt Strafantrag
Murnauer Schäffler beenden Tanzsaison: Auf ein Wiedersehen im Jahr 2027
Die Murnauer Schäffler haben ihre Tanzsaison beendet. In sieben Jahren steht die nächste an.
Murnauer Schäffler beenden Tanzsaison: Auf ein Wiedersehen im Jahr 2027
Kunstmuseum Mittenwald: Bauarbeiten haben begonnen
Unmittelbar nach Fasching sind die Bagger angerollt. Mit anderen Worten: Die Umwandlung des Mittenwalder Postgebäudes in ein Museum hat begonnen.
Kunstmuseum Mittenwald: Bauarbeiten haben begonnen

Kommentare