+
Bei Großveranstaltungen herrscht auf der Glentleiten stets großer Andrang.

Freilichtmuseum: Großweil lässt Kosten prüfen

Separate Zufahrt für Glentleiten?

Großweil - Großveranstaltungen im Freilichtmuseum Glentleiten - sie sorgen für jede Menge Verkehr in Großweil. Eine separate Zufahrt könnte hier für Entlastung sorgen. Doch die wird sicher teuer. 

Der Verkehr in Großweil ist beträchtlich. Vor allem, wenn im Freilichtmuseum Glentleiten Großereignisse stattfinden. Nun lässt die Gemeinde prüfen, was eine separate Zufahrt kosten würde. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Doch es ist davon auszugehen, dass eine Realisierung einige hunderttausend Euro, wenn nicht mehr, verschlingen würde.

Bürgermeister Manfred Sporer (CSU/Bürgerliste) hatte im Gemeinderat schon vor einigen Jahren den Vorschlag gemacht, sich über eine separate Zufahrt Gedanken zu machen. Diese würde aus Richtung Murnau kommend rechts von der Staatsstraße abzweigen. Doch das Kommunalparlament war damals skeptisch. Der Tenor laut Sporer: „Wenn wir das alleine schultern müssen, ist das nichts.“

Gemeinde müsste Grund kaufen

Jetzt beginnt die Diskussion von Neuem. Die Gemeinde hat ein Planungsbüro beauftragt, die Kosten für eine gesonderte Zufahrt zu schätzen. Zudem soll es prüfen, wie viel für eine Verbreiterung der bestehenden Gemeindeverbindungsstraße fällig wäre, die den Berg hinauf zum Museum und zur Kreutalm führt. Auch der Bau weiterer Ausweichstellen steht zur Debatte. In allen Fällen gilt: Die Gemeinde müsste zunächst einmal nötigen Grund erwerben. Laut Sporer ist unklar, ob die Eigentümer Flächen hergeben würden. Die Kostenprüfung habe die Kommune in die Wege geleitet, „damit wir eine Grundlage haben“.

Die zweite Frage sei dann, ob ein Vorhaben finanziell realisierbar wäre. Eine Verbreiterung der vorhandenen Zufahrt wäre wahrscheinlich finanziell zu stemmen. Beim Neubau einer Straße stellt sich die Lage etwas anders dar. Sporer will auf jeden Fall schauen, ob eventuell staatliche Zuschüsse fließen würden. Der Bürgermeister denkt etwa an die Förderung kommunaler Straßen- und Brückenbauvorhaben nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG). Der Freistaat Bayern gibt eine Finanzspritze für Projekte, soweit sie zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden dringend notwendig sind.

Ob der Bezirk Geld zuschießt, ist noch unsicher

Die Großweiler Volksvertreter hätten auch nichts dagegen, wenn der Bezirk Oberbayern Mittel beisteuern würde. Er ist Träger des Freilichtmuseums. Ob sich der Bezirk engagieren würde – ungewiss. „Die Infrastruktur ist Aufgabe der Gemeinde“, erklärte Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU) am Rande des Spatenstichs für das neue Eingangsgebäude. Eine freiwillige Leistung des Bezirks sehe er kritisch.

Sporer hatte Mederer früher einmal gefragt, ob sich der Bezirk eine Kostenbeteiligung vorstellen könne, wenn die Gemeinde eine gesonderte Zufahrt anlegen würde. Der Präsident habe damals erklärt, ein kleinerer Betrag im vierstelligen Bereich wäre „durchaus realistisch“. Eins ist klar: Ein paar 1000 Euro wären natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Roland Lory

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unterammergauer mit 1,6 Promille erwischt
Zu viel intus hatte ein Unterammergauer, als er von der Polizei gestoppt wurde. Die Beamten mussten den alkoholisierten Ammertaler aus dem Verkehr ziehen.
Unterammergauer mit 1,6 Promille erwischt
Neues Gewerbegebiet: Bad Bayersoien gibt Studie in Auftrag
Bad Bayersoien – Lange ging nichts voran. Nun widmet sich der Gemeinderat in Bad Bayersoien der Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets. 
Neues Gewerbegebiet: Bad Bayersoien gibt Studie in Auftrag
Bergbahnen starten in die Wandersaison
Winter ade: Die Skisaison ist vorbei, die Wandersaison startet. Die Bahnen der BZB gehen in Betrieb. 
Bergbahnen starten in die Wandersaison
Kindergarten und Hort: Gebühren kommen auf den Prüfstand
Der Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat wird sich wohl noch einmal mit der Erhöhung der Kindergarten- und Hortgebühren beschäftigen müssen. Charlie Periane und seine …
Kindergarten und Hort: Gebühren kommen auf den Prüfstand

Kommentare