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An der Presse: Georg Kutscher, der Schwiegersohn von Irene Steingruber. Was übrig bleibt, wird von Jägern abgeholt und für die Wildfütterung verwendet.

Warmer Sommer beschert Rekordernte  

Saftpressen im Dauereinsatz

Der außergewöhnlich warme Sommer beschert den Besitzern von Obstbäumen heuer eine so reichhaltige Ernte wie selten. Die Folge: Die Saftpressen in der Region erleben einen enormen Andrang und arbeiten am Limit.

Landkreis – Die Situation ist im Landkreis überall ähnlich: Die Obstpressen sind völlig ausgelastet. „Übervoll“ sind die Auftragsbücher des Obst- und Gartenbauvereins Ohlstadt, wie Rita Baumann sagt. Sie nimmt die Anrufe der Kunden entgegen und vergibt Termine für die Anlieferung. Bis 13. Oktober ist die Mosterei des Vereins bereits ausgebucht, sagt sie. Gepresst wir immer samstags. „Und jeder Samstag ist rammelvoll.“ Trotzdem gingen täglich Anfragen ein. „Von überall her.“ Von morgens 6.30 bis in den frühen Abend hinein stünden Vereinsmitglieder an der Anlage – und das bereits weitaus früher im Jahr als sonst.

Das ist auch im kleinen Familienbetreib der Familie Steingruber aus Großweil so. „Normalerweise fangen wir am 1. September an. Heuer haben wir schon am 1. August begonnen“, berichtet Irene Steingruber, die die Presse zusammen mit ihren vier erwachsenen Kindern und dem Schwiegersohn betreibt. Erste Anfragen seien gar schon im Juli gekommen – so früh wie nie. Gepresst wird bei Steingrubers derzeit jeden Freitag. Dann können die Kunden ihr Obst anliefern. „Manche kommen momentan jede Woche, weil so viel runterfällt.“ Am Samstag wird das wegproduziert, was am Tag zuvor nicht bewältigt wurde.

Angefangen hat Familie Steingruber mit dem Saftpressen vor rund 20 Jahren, erinnert sich Irene Steingruber. Damals habe sich die Familie eine kleine manuelle Anlage für den Eigenbedarf angeschafft. Aber es dauerte nicht lange und immer mehr Leute kamen mit ihrem Obst vorbei. „Vor zehn Jahren haben wir dann eine gebrauchte Pack-Presse angeschafft.“ Mittlerweile kämen viele Menschen aus dem Dorf; dazu viele Vereine. Und sogar Auswärtige liefern an. Mindestens 50 Kilo Äpfel muss man bringen – am besten in Maurerwannen, Holzsteigen oder Eimern. Und: „Jeder bekommt den Saft von seinem Obst“, sagt Steingruber. Das frisch gepresste Erzeugnis wird auf alten Holzöfen auf 80 Grad erhitzt und portionsweise abgefüllt. Garantiert frei von Zusätzen und unverschlossen bis zu drei Jahren haltbar, betont Steingruber. Für sie gibt es nichts Besseres als selbstgepressten Saft. „Man schmeckt einfach den Apfel mehr raus.“

Im Ammertal ist das Bild nicht anders: „So haben wir es noch nie gehabt“, sagt Simon Parzhuber, Pressesprecher des Obst- und Gartenbauvereins Bad Kohlgrub. Der Andrang von Menschen, die ihre Äpfel und Birnen zur vereinseigenen Mosterei bringen, sei heuer sehr, sehr groß. Normalerweise werde nur am Samstag gepresst. Aber heuer werde zusätzlich am Freitag gearbeitet. „Und wir fangen früher an und arbeiten länger. Trotzdem schaffen wir nicht alles“, berichtet Parzhuber. Rund 10 000 Liter Saft seien bereits hergestellt. „Wenn es so weiter geht, schaffen wir 40 000 Liter.“ 2013, dem letzten guten Obstjahr, seien insgesamt 30 000 Liter entstanden.

Franziska Seliger

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