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„Eine Herzensangelegenheit“: Bürgermeister Manfred Sporer (r.) freut sich über die Eröffnung – ebenso wie Pfarrer Christian Hermann (hinten 2. v. r.).

Investition für die Zukunft

Großweiler eröffnen neue Kinderkrippe

Großweil - Mit einem Fest nahm Großweils neue Kinderkrippe den Betrieb auf. Insgesamt wurden 670 000 Euro in den Bau investiert.  

Nach nur zehnmonatiger Bauzeit wurde die Großweiler Kinderkrippe Mitte Dezember fertiggestellt. Mittlerweile ist auch die Einrichtung komplett, sodass das zweigeschossige Gebäude, in dem künftig 15 Buben und Mädchen im Alter von einem Jahr bis drei Jahren betreut werden können, am heutigen Dienstag in Betrieb geht.

Mit einem Eröffnungsfest nebst fröhlich vorgetragenen Liedern, einem Gewinnspiel sowie Kaffee und Kuchen im Freizeitheim nebenan feierten der Träger der Einrichtung, die Gemeinde Großweil, und zahlreiche Besucher nebst ihrem Nachwuchs am Sonntag das freudige Ereignis.

Der landläufigen Meinung, Eröffnungen und Grundsteinlegungen seien Routine, trat Bürgermeister Manfred Sporer (CSU) in seiner Ansprache entschieden entgegen: „Für mich ist dies heute eine Herzensangelegenheit, ein Termin, dem ich entgegensehnte, denn Kinder sind für uns alle sehr wichtig.“ Der benachbarte Kindergarten ist 1986 eröffnet worden, zunächst unter der Trägerschaft der Kirchenstiftung St. Tertulin in Schlehdorf. 1992 erfolgte ein Trägerwechsel und eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes. „Wegen des zwischenzeitlich erforderlich gewordenen Platzbedarfs begannen schließlich im März 2015 die Arbeiten für die neue Kinderkrippe“, blickte Sporer zurück.

Das mittels einer Hackschnitzelanlage beheizte Haus, das Architekt Anton Schönach plante, ist mit einer Größe von 14 mal 12,50 Metern in Massivbauweise ausgeführt worden und verfügt über eine Geschossfläche von etwa 160 Quadratmetern. Die Gesamtkosten bezifferte Sporer auf 670 000 Euro, wobei die Gemeinde rund 380 000 Euro an staatlichen Fördermitteln erhält. Auch ein noch so gut geführter Kindergarten nebst Kinderkrippe könne aber nie die elterliche Fürsorge, häusliche Geborgenheit und familiäre Bindung ersetzen, richtete Sporer einen Appell an alle Eltern. „Die Kindertageseinrichtung kann und darf ihnen die Verantwortung und Verpflichtung für das Wohl und den weiteren Weg ihrer Kinder nicht abnehmen.“ Nach dem kirchlichen Segen der Räume und eines kleinen Holzkreuzes, das darin aufgehängt werden soll, durch Pfarrer Christian Hermann hatten die Besucher Gelegenheit, das neue Haus in Augenschein zu nehmen. So verfügt es unter anderem über einen großzügigen Eingangsbereich, einen hellen, freundlich gestalteten Gruppenraum von 35 Quadratmetern Größe, einen Schlafraum sowie im ersten Stock über einen Mehrzweckraum für Teamsitzungen und Besprechungen.

Für die Verpflegung der Buben und Mädchen wird der Pächter des benachbarten Freizeitheims mit kindgerechtem Essen sorgen. Insgesamt acht Fachkräfte werden unter der Leitung von Rita Spensberger in Kindergarten und Krippe für das Wohl der Kleinen zuständig sein, ab April sogar neun. Die Krippengruppe führt Anja Strelow. Wie von Sporer verlautet, liegen bereits fünf Anmeldungen für die Krippe vor. Zur Feier des Tages hatten Kindergartenkinder Lieder wie „Gottes Liebe ist so wunderbar“ und „Wer will fleißige Handwerker sehen“ einstudiert. Überdies durften sich die Zwergerl in einer Hüpfburg austoben und sich die Gesichter schminken lassen, einige Frauen vom Elternbeirat bastelten lustige Luftballon-Tiere.

Heino Herpen

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