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Heikler Streitpunkt: Die Trasse des Kramertunnels, bei dem derzeit nichts voran geht.

Forderung nach Alternativ-Trasse

Kramertunnel: Trasse "ökologisch miserable Lösung"

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Garmisch-Partenkirchen - Lange schon kämpft der Bund Naturschutz für eine neue Trasse beim Kramertunnel. Nun beziehen auch die Grünen klar Position.

Lange waren die Vertreter von Bund Naturschutz (BN) Einzelkämpfer, wenn es darum ging, die beste Lösung für eine Garmischer Ortsumfahrung zu finden. Mit ihren Vorschlägen scheiterten sie bereits vor dem ersten Spatenstich Ende April 2011 vor Gericht und stellen nun fest, dass sie mit all ihren Bedenken richtig lagen. Nicht umsonst stockt der Durchbruch für den Erkundungsstollen seit 2013. Vor allem der enorme Wassereintritt macht den Bauherren zu schaffen. Die Umweltschäden, die dadurch schon entstanden sind, beschäftigen mittlerweile die Juristen.

Unerwartete Schützenhilfe erhält der BN nun vom Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen. „Wir lehnen einen Weiterbau auf der geplanten Trasse ab“, untermauert Jörg Jovy, Sprecher des Kreisverbandes. Aus den Ankündigungen des Bauamtes Weilheim zum erneuten Planfeststellungsverfahren werde klar, dass die Behörde nicht nur mit allen Mitteln an der bisherigen Trasse festhalte, sondern auch noch die bestehenden Auflagen des Naturschutzes kippen möchte.

Ein Vorgehen, das Jovy und seine Mitstreiter insbesondere vor dem Hintergrund der bereits angerichteten Zerstörung empört und sie nun bewogen hat, Stellung zu beziehen: „Wenn vergleichbare Fehler bei anderen Großprojekten auftreten, wie etwa beim Bau des Berliner Großflughafens, dann kritisieren bayerische Politiker gerne die fehlende Kompetenz“, meint der Grüne. „Beim Kramertunnel sollten sie vor der eigenen Haustüre kehren. Hier werden unnötig Millionen für eine verkehrstechnisch und ökologisch miserable Lösung verschleudert.“

Deshalb schließen sich die Grünen der BN-Forderung an, die Alternativtrasse voranzutreiben. „Nur die entlastet Garmisch ausreichend vom Verkehr und hat Aussicht auf eine schnelle Realisierung. Das neue Planfeststellungsverfahren bringt die einmalige Chance, nun die unproblematische und preiswerte Trasse schnell zu realisieren.“

tab

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