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Bündnis 90/Die Grünen stellen sich gegen die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2022.

Bewerbung für Olympia 2022

Die Grünen sagen: Nein!

Garmisch-Partenkirchen - Die Grünen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sagen Nein zu Olympia 2022 in Oberbayern. Sie sagen Nein zur Bewerbung. Vor den Abstimmungen wollen sie die Bürger überzeugen, auch mit "Nein" zu stimmen.

Wie sie die Bürger in der Marktgemeinde vor dem Bürgerentscheid über die Bewerbung am 10. November überzeugen können, dass auch sie mehrheitlich mit „Nein“ stimmen? Das diskutierten knapp 20 Mitglieder bei der Kreisversammlung am Dienstagabend hinter geschlossenen Türen. Dazu beitragen soll aber, so viel wurde bekannt, eine größere Veranstaltung, die das Netzwerk NOlympia für den 28. Oktober (19 Uhr im Gasthaus Schatten) plant. Als Referent zu Gast ist an dem Abend Stefan Grass, der Leiter des Komitees Olympiakritisches Graubünden in der Schweiz. Dort hat die Bevölkerung am 3. März eine Kandidatur der Schweiz für die Winterspiele 2022 mit knapp 53 Prozent abgelehnt.

Schon bei den Bürgerentscheiden zur Olympia-Bewerbung werde die „Demokratie mit Füßen getreten“, schimpfte Dr. Andreas Keller, Mitglied der Grünen und bei NOlympia, in der Kreisversammlung. So enthalte ein Faltblatt des Marktes Garmisch-Partenkirchen nur Argumente für die Spiele – die Kritiker kämen nicht zu Wort. Und die Befüworter hätten schon jetzt Millionen zur Verfügung. „Es ist ein Kampf David gegen Goliath“, sagte Keller. Axel Doering, Sprecher von NOlympia, fügte an: „Ein zentrales Thema der Bewerbung ist, dass sie extrem unfair mit den Gegner umgeht“. Er nahm an diesem Abend als Gast teil – Doering ist Mitglied der SPD und sitzt für seine Partei auch im Kreistag.

Keller sagte, dass „alle Orte, die sich haben breitschlagen lassen für die Spiele, noch heute pleite sind“. Und es sei schrecklich, wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Schauplätze „fallen lässt wie eine heiße Kartoffel“. Garmisch-Partenkirchen sei bereits jetzt „total überschuldet“. Doering warnte vor dem sittenwidrigen Vertrag, den jeder Gastgeber unterschreiben müsse. Angesichts der Sozialwohnungen, die die Kommune in den vergangenen Jahren verkauft hat, meinte der scheidende Kreissprecher Dr. Korbinian Freier: „Wenn Olympia kommt, werden wir alle zu Sozialfällen, weil die Lebenshaltungskosten extrem steigen“.

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