Hand drauf: Gestern erhielten Landrat Harald Kühn (r.) und Murnaus Bürgermeister Michael Rapp (l.) die Zusage von Finanzminister Georg Fahrenschon. Foto: stmf

Grünes Licht für die Schule

Murnau - Das Projekt Knaben-Realschule Murnau geht in eine neue Phase, nämlich die der Umsetzung. Gestern gab Minister Georg Fahrenschon grünes Licht für die Finanzierung des Neubaus.

„Wir sind sehr erfreut, dass das Finanzministerium jetzt eine endgültige Entscheidung getroffen hat“, meinte Landrat Harald Kühn (CSU) gestern, noch auf dem Rückweg von München zurück nach Garmisch-Partenkirchen. „Das ist der nächste große Baustein zur Realisierung der Realschule in Murnau.“ Und auch Bürgermeister Michael Rapp (CSU) sprach von „einem guten Tag für Murnau“ und dass dieses eine Kapitel hin zur Schule nun „zu einem guten Ende“ gekommen ist.

Erst vor einer Woche hatte das Landratsamt offiziell bekannt gegeben, dass der Erwerb des für den Schulhausneubau nötigen Grundstücks gegenüber des Staffelsee-Gymnasiums in trockenen Tüchern sei. Gestern waren die beiden Politiker nun im Finanzministerium vorstellig geworden, um die frohe Botschaft von Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) persönlich entgegenzunehmen: Murnaus Schullandschaft wird in Zukunft um eine Knaben-Realschule reicher sein.

Der Freistaat hat damit zugesichert, zirka ein Drittel der förderfähigen Baukosten für das grob geschätzt zehn Millionen Euro teure Bauprojekt zu übernehmen. Das grüne Licht des Ministeriums beinhaltet laut Kühn aber noch mehr: So zum Beispiel, dass auch die Kosten für das Lehrpersonal gesichert sind. Damit kann nun auch das Kultusministerium seine Arbeit aufnehmen. Denn auch dort hatte man bis dato auf das Signal aus dem Finanzministerium gewartet. „Wenn alles glatt geht, kann mit den Bauarbeiten möglicherweise schon Mitte 2012 begonnen werden“, schätzt Kühn.

Mit den Lokalpolitikern freut sich Finanzminister Fahrenschon: „In Murnau wird eine neue zweizügige Realschule für Knaben das Bildungsangebot im Landkreis Garmisch-Partenkirchen deutlich stärken“, ließ er über die Pressestelle verlauten. Die Bildungseinrichtung solle im Rahmen eines Kooperationsmodells zwischen Haupt- und Realschule als eigenständige zweizügige Realschule errichtet werden. Die Neugründung sei insbesondere mit Blick auf die durch kirchliche Mädchenrealschulen geprägte Struktur des Landkreises, die positive Entwicklung der Marktgemeinde Murnau und die besondere geographische Lage des Marktes Garmisch-Partenkirchen erforderlich geworden. Durch Synergieeffekte aufgrund der geplanten Errichtung eines Schulzentrums aus Haupt-, Realschule und Gymnasium könne zudem eine äußerst wirtschaftliche Lösung beschritten werden. „Ich freue mich, dass der Entwicklungsmotor des Landkreises Garmisch-Partenkirchen mit der neuen Realschule einen weiteren wichtigen Baustein für eine gute Zukunftsentwicklung bekommen wird.“

Die für eine Bauleitplanung nötigen Anträge sollen beim Markt Murnau sobald wie möglich eingereicht werden, verspricht der Landrat. Parallel dazu werde „zeitnah“ geprüft, wann ein provisorischer Realschulbetrieb gestartet werden könne. Auch ein solcher war von der Entscheidung des Finanzministeriums abhängig gemacht worden, denn eine Überbrückungslösung auf eine Dauer von mehr als zwei Jahren wäre nach Ansicht von Experten nicht sinnvoll gewesen. „Das Schuljahr 2012/13 ist dafür bei einem störungsfreien Verlauf auf jeden Fall angestrebt“, erklärt Kühn. „Ob heuer noch der Auftakt gemacht werden kann, muss jetzt durchleuchtet werden.“ sp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tiefgaragen-Debatte flammt wieder auf: Kehrt die Schranke zurück?
Die Tiefgarage Badgasse ist ein heißes Eisen. Derzeit glüht es wieder. Die Gemeinde würde gerne die Rolle rückwärts vollziehen und erneut ein Schrankensystem einführen. …
Tiefgaragen-Debatte flammt wieder auf: Kehrt die Schranke zurück?
„Ausbremst is!“: Grainauer Bürger demonstrieren - Den Anwohnern stinkt der Ausflüglerverkehr
Gegen Verkehr, Lärm und Gestank protestierten zahlreiche Bürger aus Grainau am Samstagvormittag. Ihr Ziel ist, die Politik zum Umdenken zu animieren.
„Ausbremst is!“: Grainauer Bürger demonstrieren - Den Anwohnern stinkt der Ausflüglerverkehr
100 Tage im Amt: Bürgermeisterin Koch zieht Bilanz und spricht über Strauss, die Schulen und das Kongresshaus
100 Tage werden neuen politischen Amtsträgern in der Regel zugestanden, um sich einzuarbeiten, den einen oder anderen Erfolg vorzuweisen. Am Samstag läuft diese …
100 Tage im Amt: Bürgermeisterin Koch zieht Bilanz und spricht über Strauss, die Schulen und das Kongresshaus
100 Tage im Amt: Kein leichter Start für Bürgermeister Enrico Corongiu
Seit 100 Tagen ist Mittenwalds Bürgermeister Enrico Corongiu (SPD) im Amt. Zeit, um ein erstes Fazit zu ziehen. Ein Zuckerschlecken war es für ihn bislang keinesfalls.
100 Tage im Amt: Kein leichter Start für Bürgermeister Enrico Corongiu

Kommentare