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Trostlose Fläche: Der Pausenhof der Grund- und Mittelschule Oberau. 

Teures Projekt

Pausenhof wird zum Spielparadies

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Oberau - Ein Pausenhof mit Niedrigseilgarten, Amphitheater und Balancier-Stämmen – davon können Kinder nur träumen. Bei den Buben und Mädchen der Oberauer Grund- und Mittelschule wird das schon bald Realität.

Es ist derzeit alles, nur kein Ort, der Kinderherzen höher schlagen lässt. Eine graue Asphaltdecke, die wenig einladend wirkt. Das einzig Gute: Die Buben und Mädchen der Grund- und Mittelschule Oberau müssen sich anstrengen, ihre Kreativität richtig strapazieren, um auf dem Pausenhof Spaß zu haben. Denn wer dort ein Spielgerät sucht, wird ein solches nicht finden. Keinen Basketballkorb, keine Tischtennisplatte, rein gar nichts. „Das ist einfach nur eine trostlose Fläche“, sagt Rektor Markus Schneider. „Und wenig kindgerecht.“ Lange soll das nicht mehr so bleiben. Wird es auch nicht. Der Gemeinderat sieht Handlungsbedarf und stimmte deshalb dem Entwurf für eine Neugestaltung des Pausenhofs unisono zu.

Schneider ist angesichts der guten Nachrichten völlig aus dem Häuschen. „Die Kinder werden staunen“, prophezeit er. Dazu haben die Kleinen dann auch allen Grund. Denn sie bekommen sowas wie den Garten Eden der Pausenhöfe. Weniger paradiesisch ist allerdings der Preis. „Das wird leider nicht billig“, betonte der Geschäftsleitende Beamte Robert Zankel in der Sitzung. Die Gesamtkosten liegen bei rund 84 000 Euro. Und eine Förderung gibt es nicht, ergänzte Bürgermeister Peter Imminger (CSU). Den größten Posten von etwa 66 000 Euro verschlingt die Oberflächenbearbeitung des Areals. „Der Pausenhof wird über ein Wegenetz erschlossen“, erklärte Zankel. Eins, das aus Materialien wie Natursteinplatten, Granitsteinen und Holzpflaster besteht. Diese führen von Station zu Station. Und davon gibt’s bald viele: einen Pavillon als Sonnenschutz, Balancier-Stämme, einen Niedrigseilgarten, statt grauem Asphalt grüne Wiesen oder das Amphitheater, das auf zusätzlichem Grund, der vom Kurpark abgeknapst wurde, entsteht und das Unterricht im Freien ermöglichen soll.

Dass aus den Wunschvorstellungen nun endlich Realität wird, stimmt den Rektor überglücklich. „Wir freuen uns wahnsinnig, dass dem Gemeinderat der Entwurf gefällt.“ Schon allein, weil durch die Grünflächen künftig kleine Unfälle mit Schürfwunden und Kratzern verringert und außerdem den rund 50 Kindern, die bis 16.30 Uhr zur Schule gehen, mehr angeboten werden könnte.

Der neue Pausenhof ist ihm zufolge jedenfalls jeden Cent wert. Sicher geht das Projekt, das vor Jahren auf Initiative der Eltern aufs Tableau kam, ins Geld, doch es sei eine Investition in die Zukunft. Denn die Spielgeräte sind nicht wahllos gewählt. Der Niedrigseilgarten als bestes Beispiel. „Dort können sich viele Kinder beschäftigen“, sagt er. „Wir haben bewusst auf Geräte verzichtet, die eine Einteilung, wann wer damit spielen darf, nötig machen.“ Bedeutet aus pädagogischer Sicht: Die Eigeninitiative der Kinder, sich untereinander abzustimmen, ist gefordert.

Wann das Vorhaben realisiert wird, kann Rathauschef Imminger indes noch nicht genau prognostizieren. „Wahrscheinlich noch im Sommer.

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