Farbe des Autos variiert

Männer locken Schulkinder mit Eis an - Brief an Eltern versandt

Farchant - Vorsicht ist geboten: Fremde Männer haben mindestens zwei Kinder an der Farchanter Grundschule angesprochen. Die Ermittler sind verstärkt dabei, die Vorfälle aufzuklären.

Beunruhigende Nachrichten verbreiten sich gerade wie ein Lauffeuer bei Eltern im Landkreis. Mindestens zwei Kinder der Farchanter Grundschule sind Ende vergangener und Anfang dieser Woche nach dem Unterricht von drei fremden Männern in einem grünen Fahrzeug angesprochen worden. „Ein Schulkind hat uns am Montag von dem Vorfall berichtet“, sagt Schulleiterin Elke Stanek. „Daraufhin hat sich ein weiteres gemeldet, welches anscheinend bereits letzte Woche donnerstags mit den Männern geredet hat.“

Die Verdächtigen wollten die Schüler nach deren Aussage ins Auto locken. Sie versprachen ihnen ein Eis, oder erzählten ihnen, dass deren Mutter krank ist und sie als Abholdienst geschickt habe. Die Farchanter Schulleitung hat schnell reagiert und die Vorfälle sofort der Polizei gemeldet. Diese ist laut Siegfried Leyrer von der Inspektion in Garmisch-Partenkirchen „verstärkt dabei, den Hinweisen nachzugehen und die Lage aufzuklären“.

Die Vorkommnisse der vergangenen Tage verunsichern sowohl Eltern, als auch deren Kinder stark. Mehrere Buben und Mädchen berichteten ihren Lehrern nach den beiden Erstaussagen, dass sie von einem oder mehreren Personen ebenfalls angesprochen wurden. „Die Erzählungen der Kinder gehen mitunter weit auseinander und sind sehr vage“, sagt Rektorin Stanek. „Mal sind es mehrere Männer, mal nur eine Person. Auch die Farbe des Autos variiert. Wir müssen genau prüfen, was geschehen ist und die Kinder dazu anhalten, mit niemand Fremden mitzugehen. Weitere Vorfälle und Beobachtungen müssen die Schüler sofort ihren Lehrern melden.“

Nachdem Kinder und Eltern Anfang dieser Woche Alarm geschlagen hatten, habe die Schule umgehend ausführliche Aufklärungsarbeit geleistet, berichtet die Vorsitzende des Grundschul-Elternbeirats Sabrina Rotter. „Die Direktorin ist in jede Klasse gekommen und hat mit den Kindern über die Situation gesprochen.“ Ebenfalls wurde ein Brief an alle Eltern versandt, in dem sie eingehend informiert wurden.

Die Ermittler der Polizei und die Rektorin warnen vor Panik und Hysterie. Eltern sollten ihren Nachwuchs jedoch nochmals eindringlich dazu ermahnen, dass sie mit keinen fremden Personen reden und auf keinen Fall mit jemandem mitgehen dürfen, den sie nicht kennen.

Magdalena Kratzer

Rubriklistenbild: © dpa

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