Streitobjekt: eine 20 mal 40 Meter große Fläche im Zielbereich der Kandahar-Abfahrt. Foto: Sehr

Grundstücksstreit an der Kandahar: Situation spitzt sich dramatisch zu

Garmisch-Partenkirchen - Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen rechnet nicht mit einer schnellen Entscheidung im Besitzeinweisungs-Verfahren für ein Grundstück an der Kandahar-Abfahrt - fatal für die Ski-WM.

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Für die Organisatoren der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften spitzt sich die Situation dramatisch zu. Im Tauziehen um ein Grundstück an der Kandahar-Abfahrt gab es auch am Montag - nur gut 30 Tage vor der Eröffnung - keine Einigung.

Im Gegenteil, die Aussichten für das Organisationskomitee (OK) mit Geschäftsführer Peter Fischer an der Spitze sind prekär: Die Auseinandersetzung des Marktes Garmisch-Partenkirchen mit dem Grundeigentümer steuert auf die mündliche Verhandlung im Rahmen des Besitzeinweisungsverfahrens zu.

Die soll nach Informationen unserer Zeitung am morgigen Mittwoch stattfinden. Wann indes das Landratsamt als Enteignungsbehörde seine Entscheidung trifft, ist völlig offen - und damit auch, wann das OK Planungssicherheit hat.

„Nach Einschätzung des Landratsamtes ist es unwahrscheinlich,

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dass bei einer gesetzlich vorgeschriebenen mündlichen Verhandlung bereits eine Entscheidung getroffen werden kann“, erklärte Pressesprecher Wolfgang Rotzsche. Die Enteignungsbehörde sei bestrebt, so schnell wie möglich ihre Entscheidung herbeizuführen.

Ein Beschluss über die vorzeitige Besitzeinweisung werde dem Antragsteller (das ist die Gemeinde), dem Eigentümer und dem unmittelbaren Besitzer zugestellt.

Danach steht jedem Beteiligten der Weg vor Gericht offen. Konkret heißt das: Sollte das Landratsamt dem Antrag des Marktes folgen und den Grundeigentümer formell enteignen, kann er vor den Verwaltungsgerichtshof ziehen. (matt)

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