Freier Fall: So heißt der spektakulärste Streckenabschnitt auf der berühmten Kandahar in Garmisch-Partenkirchen. Der Grundstücksstreit im Zielbereich der Kandahar ist beendet. Foto: OK GAP 2011

Einigung im Grundstücksstreit: Ski-WM ist gesichert

Garmisch-Partenkirchen - Der Streit um ein Grundstück an der Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen ist gelöst. Am Ende ging alles ganz schnell.

Der Eigentümer und Vertreter des Marktes Garmisch-Partenkirchen unterzeichneten am späten Freitagnachmittag den Vertrag, um den wochenlang gestritten worden war. Damit steht auch der Nutzung der 20 mal 40 Meter großen Wiese für die Ski-WM, die vom 7. bis zum 20. Februar in Garmisch-Partenkirchen stattfindet, nichts mehr im Weg. Das Besitzeinweisungsverfahren ist beendet.

Mit der Vereinbarung erlaubt der Grundeigentümer dem Markt, dass er die Fläche im Zielbereich der Abfahrt 23 Jahre lang für den Breitensport, aber auch für Ski-Rennen und Trainingseinheiten des Leistungssports nutzen darf.

Ausdrücklich ausgenommen sind Olympische Winterspiele 2018, für die sich München, Garmisch-Partenkirchen und das Berchtesgadener Land bewerben. Allerdings sichert der Grundbesitzer seine Verhandlungsbereitschaft zu. Das war zunächst nicht der Fall gewesen: Der Eigentümer zählt zu jenen 59 Grundbesitzern, die ihre Ablehnung der Bewerbung dem Internationalen Olympischen Komitee kundgetan haben. Die Gespräche will er aber nur mit Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) führen. Offensichtlich haben bereits erste vertrauensvolle Treffen stattgefunden, die für eine Bewegung sorgten. Der Minister hat schon früher bei festgefahrenen Verhandlungen im Werdenfelser Land Kompromisse erreicht.

Angeblich rechtswidrige Baugenehmigungen, die der Eigentümer gefordert haben soll, seien nicht Bestandteil dieses Vertrages, betonte Bürgermeister Thomas Schmid (CSB). "Aber der Grundstücksbesitzer ist uns weit entgegengekommen. Das müssen wir anerkennen", sagte er. Über die Leistungen wurde Stillschweigen vereinbart.

Am Samstag bestätigte Ludwig Seitz, Anwalt des Grundstücksbesitzers, mit dem die Gemeinde im Streit lag, dass sich die beiden Parteien geeinigt hätten. Der Vertrag sei bereits notariell beurkundet. Sein Mandant stelle der Gemeinde damit sein rund 4000 Quadratmeter großes Grundstück für die Kandahar-Abfahrt zur Verfügung. Ausdrücklich ausgenommen von der Regelung seien die geplanten Olympischen Spiele 2018. Die zweiwöchige WM beginnt am 7. Februar.

Matthias Holzapfel

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