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Die Sanierung der Kläranlage gehörte zu den Großprojekten 2015. Jetzt wird abgerechnet.

„Das kommt sicher so schnell nicht wieder“

Haushalt Ettal: Gute Zahlen in 2015

Ettal - Die Gemeinde Ettal steht finanziell gut da. Das ermöglicht ihr heuer - wenn auch nur verhalten -  zu investieren.

Vor allem die Gewerbesteuer ist es, die Alexander Müller glücklich macht. Kein Wunder: 2015 sind statt der erwarteten 75 000 fast 130 000 Euro auf dem Ettaler Gemeindekonto eingegangen. „Es war ein sehr wirtschaftliches Jahr“, sagt der Kämmerer. „Das kommt sicher so schnell nicht wieder.“ Deshalb hat er die Ansätze für den Etat 2016, der am Montagabend einstimmig verabschiedet wurde, auch vorsichtig angehoben.

In den Augen von Bürgermeister Josef Pössinger ist der aktuelle Haushalt „sehr erfreulich“. Zum einen wegen der guten Einnahmen – ein Plus gab es auch bei der Einkommens- und Umsatzsteuer. Zum anderen, weil manche Projekte erst heuer angegangen oder abgerechnet werden. Zum Beispiel die Sanierung der Kläranlage, für die schon 360 000 Euro im vergangenen Jahr eingeplant waren. Ein Drittel davon muss erst jetzt gezahlt werden. Der Bau des Spielplatzes wurde komplett verschoben. Die Folge von all dem: Die Gemeinde kann Schulden abbauen, braucht nicht tief in die Rücklagen zu greifen und kann trotzdem, wenn auch verhalten, investieren.

Der Vermögenshaushalt, mit dem Bauprojekte oder Anschaffungen finanziert werden, ist heuer um ein Drittel kleiner als noch im Vorjahr. Zu den größten Posten zählt der Hochwasserschutz in Dickelschwaig. Das Wasserwirtschaftsamt plant, Dämme zu erhöhen und die Brücke zu erneuern. An diesem teuren Projekt müsste sich auch die Gemeinde zu einem gewissen Satz beteiligen. Zu den weiteren, kleineren Investitionen Ettals gehören unter anderem der Kauf von Schutzanzügen für die Feuerwehren in Ettal und Graswang, neue Geräte und eine neue Überdachung für den Bauhof sowie – für den Fall, dass dort gebaut wird – die Erweiterung des Kanals am Vogelherdweg.

Diskussionen gab es zu diesen Plänen oder den Haushalt an sich nicht. Gemeinderat Peter Johannes Bauer regte lediglich an, im kommenden Jahr Geld für ein Großereignis einzustellen, das auf das Dorf zukommt: die Landesausstellung 2018.

Zahlen im Überblick

Gesamthaushalt

2,02 Millionen Euro (2,21 Millionen Euro)

Verwaltungshaushalt

1,58 Millionen Euro (1,56 Millionen Euro)

Vermögenshaushalt

444 210 Euro (646 210 Euro)

Größte Einnahmen

Einkommensteuer

310 000 Euro (308 159 Euro)

Schlüsselzuweisungen

292 250 Euro (311 672 Euro)

Gewerbesteuer

90 000 Euro (129 486 Euro)

Steuer Schloss Linderhof

108 000 (108 149 Euro)

Größte Ausgaben

Kreisumlage

348 150 Euro (320 396 Euro)

Gewerbesteuer-Umlage

37 000 (40 465 Euro)

Größte Investitionen

Sanierung Kläranlage

120 000 Euro

Hochwasserschutz Dickelschwaig

150 000 Euro

Bau Kinderspielplatz

20 000 Euro

Schulden: Stand Ende 2016

291 000 Euro

Rücklagen Ende 2015

965 341 Euro


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