Murnaus Breitbandnetz wird ausgebaut. Darauf haben sich die Marktgemeinde und die Telekom in einem Kommunikationsvertrag geeinigt. Bürgermeister Dr. Michael Rapp (l.) und Thilo Kurtz (Telekom) bei der Unterzeichnung. Foto: fkn

250 Haushalte künftig schneller im Netz

Murnau - Eine frohe Botschaft für die Bürger von Westried und Moosrain. Diese beiden Murnauer Ortsteile sollen nämlich im kommenden Jahr mit schnelleren Internetanschlüssen versorgt werden.

Darauf haben sich nun die Marktgemeinde und die Deutesche Telekom in einem Kooperationsvertrag geeinigt. Somit können die Bewohner und Gewerbetreibenden in Moosrain und Westried künftig mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 000 Kilobit pro Sekunde im Internet surfen, E-Mails verschicken oder Musik herunterladen. Von diesen schnelleren Internetzugängen werden über 250 Haushalte profitieren, erklärt Cordelia Hiller, Pressesprecherin der Telekom. Dazu müsse das Unternehmen aber zunächst auf einer Strecke von 400 Metern Glasfaserkabel neu verlegen und zwei neue Knotenpunkte schaffen. Und dieser Ausbau sei vor allem im ländlichen Raum sehr teuer. Ein Kilometer mit Tiefbau koste bis zu 70 000 Euro. Weil die Anbindung dieser beiden Ortsteile für das Unternehmen allein nicht finanzierbar sei, beteilige sich die Marktgemeinde Murnau an den Kosten.

Der schnelle Zugang zum Internet werde auch in ländlichen Regionen zu einem immer wichtigeren Standortfaktor, erklärt Hiller weiter. Aus diesem Grund treibe die Telekom den DSL-Ausbau auch seit Jahren voran. Das Unternehmen habe bundesweit bereits über 3 000 DSL-Ausbaukooperationen mit Gemeinden geschlossen. Jedes Jahr investiere es mehrere Milliarden Euro in den Netz-Ausbau und jede Stunde wachse das gesamte Glasfasernetz um eineinhalb Kilometer.

„Die Technik hinter einem DSL-Ausbau ist enorm aufwendig“, sagt Hiller. „Wir müssen eine Vielzahl von technischen Einrichtungen installieren, um die Daten auf ihrer langen Reise durch das Telefonnetz zu verarbeiten und zu verteilen.“ Entscheidend sei dabei die Lage der Netzknotenpunkte. Denn das DSL-Signal werde immer schwächer, je weiter der eigene Rechner von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt sei. Schon ab einer Entfernung von fünf Kilometern sei das Signal für schnelles Internet zu schwach.

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