Mädchen klaut Papas Autoschlüssel und unternimmt Spritztour mit Cousin (7) - es geht böse aus

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Nicht genehmigt: dieser Bau auf dem Gelände der Kfz-Werkstätte Sagmeister. Foto: Archiv Lory

Heikles Thema für Ohlstadts Volksvertreter

Ohlstadt - Die Ohlstadter Volksvertreter werden sich in absehbarer Zeit mit einem heiklen Thema befassen müssen. Dabei handelt es sich um den Schwarzbau von Gemeinderat Simon Sagmeister (BVO). Ob das Objekt abgerissen werden muss, ist momentan weiterhin offen.

Der Werkstattbetreiber hatte, bevor er dem Gremium angehörte, am Hörnleweg im Außenbereich einen Lagerraum errichtet, der nicht genehmigt war (wir berichteten). Als das vor rund zwei Jahren herauskam, räumte er zwar ein, einen Fehler gemacht zu haben. Doch Sagmeister witterte eine Intrige der Gemeinde mit dem damaligen Bürgermeister Anton Fischer (NLO) an der Spitze. Dieser verwahrte sich gegen den Vorwurf.

Sagmeister machte schon mehrere Vorstöße mit dem Ziel, dass der Bebauungsplan „Nordöstlich des Breitenwegs“ erweitert wird. Dann stünde sein Lagerraum, der sich auf einer 550 Quadratmeter großen Fläche befindet, nicht mehr im Außenbereich. Der Fall wäre erledigt. Zuletzt lehnte das Ohlstadter Kommunalparlament im Frühjahr 2013 jedoch einen solchen Schritt ab.

Vor rund einem Jahr reichte der Kfz-Meister dann erneut einen Antrag bei der Kommune ein, um einen Abriss zu verhindern. „Seitdem habe ich nichts gehört“, sagt er. „Wie es weitergeht, weiß ich nicht.“ Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) teilt mit: Wenn tatsächlich ein solcher Antrag vorliege, werde er sich „dahinterklemmen“. Er habe einige Unterlagen noch nicht gesichtet. „Es gibt einiges abzuarbeiten. Das gehört dazu“, erklärt der Rathauschef. So bleibt momentan weiterhin offen, ob und wenn ja wann Sagmeister seinen Schwarzbau abreißen muss. Im Sinn des Kfz-Meisters wäre ein Abbruch logischerweise nicht. „Das wäre natürlich ein Einschnitt“, betont er. Er nutze den Bau. „Momentan stehen meine privaten Autos drin“, sagt der BVO-Gemeinderat.

Das Landratsamt hatte ihm allerdings schon vor zwei Jahren die Nutzung schriftlich verboten. Eine bestimmte Frist, innerhalb derer die Gemeinde den Bebauungsplan erweitern müsste, gibt es laut Stephan Scharf, Sprecher der Kreisbehörde, übrigens nicht. Denn es bestehe „kein Rechtsanspruch auf Durchführung eines solchen Verfahrens“. Das Landratsamt werde die Frage der Gebäude-Beseitigung dennoch aufgreifen müssen. Nämlich dann, wenn die Gemeinde innerhalb einer angemessenen Frist keine Entscheidung getroffen habe beziehungsweise Sagmeisters Anliegen ablehne. Mitarbeiter der Kreisbehörde hatten den Schwarzbau bei einer Überprüfung registriert. Ob sie damals zufällig am Hörnleweg vorbeikamen oder einem Hinweis nachgingen, blieb unklar. (roy)

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