Hervorragende Arbeit hat Johannes Trömmner (r.), Gebirgsjäger vom Bataillon 233, geleistet. Das findet nicht nur Presse-Offizier Jonathan Alberts. foto: hornsteiner

Die Helden vom Bataillon 233

Mittenwald - Sie bewiesen Heldenmut: Dank des schnellen Eingreifens zweier Mittenwalder Soldaten überlebte eine gestürzte Motorradfahrerin.

Hauptgefreiter Johannes Trömmner (20) und Oberstabsgefreiter Hendrik Bauriedl (32) waren auf dem Weg von Volkach zurück nach Mittenwald. Viele Kilometer lagen hinter ihnen, ein Materialtransport führte sie durch halb Bayern. Endlich war Feierabend, und es ging Richtung Heimat. „Wir hatten Funkgeräte geladen“, erinnert sich Trömmner. „Auf der A 9 bildete sich plötzlich ein kleiner Stau vor uns.“ Statt drei war die Fahrbahn auf zwei Spuren verengt, ein steifer Wind schoss über die Straße. Gefährliche Bedingungen - vor allem für Zweiräder.

Einer Motorradfahrerin wurde dies zum Verhängnis. Von einer Windböe erfasst, stürzte sie mit ihrer Maschine schwer - genau vor den Augen der beiden Mittenwalder Gebirgsjäger. „Nun machte sich bezahlt, was wir in der Grundausbildung gelernt haben“, berichtet Trömmner.

Sofort waren die zwei Soldaten bei der Verunglückten, sie war ansprechbar aber stark verletzt. „Während Hendrik Erste Hilfe leistete, sicherte ich den Unfallort ab und regelte den Verkehr.“ Keine leichte Aufgabe bei einer proppenvollen Autobahn. „Doch ich wollte auf jeden Fall Schlimmeres verhindern“, verdeutlicht Trömmner, der gebürtige Magdeburger.

Der wagemutige Einsatz der beiden Mittenwalder Soldaten fand auch vor Ort den gebührenden Widerhall: „Sie sicherten in hervorragender Weise die Unfallstelle ab und warnten unter erheblicher Eigengefährdung den nachfolgenden Verkehr“, heißt es in dem Dankesschreiben der Verkehrspolizei Feucht. Auch nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte unterstützten die beiden das Rote Kreuz und halfen der Polizei beim Räumen der Unfallstelle. „Es ist wirklich ein schönes Gefühl, geholfen zu haben“, bilanziert Trömmner stolz.

Von der Bundeswehr erhielten die beiden Lebensretter nun eine „förmliche Anerkennung“ sowie Sonderurlaub. „Den haben sich die beiden auch verdient“, wie der Presse-Offizier des Bataillons 233, Jonathan Alberts, mit Nachdruck feststellt. joho

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