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Fertig gepackt: Die Startnummern samt Informationsmaterial für 5000 Athleten liegen im Passionstheater bereit.

44. König-Ludwig-Lauf: Organisatoren bereiten alles vor

Absage kein Thema

Oberammergau - Kein Schnee. Vier Wochen vor dem Oberammergauer König-Ludwig-Lauf ist’s grün im Ammertal. Ein Ausfall aber ist kein Thema. Um die 3000 Athleten haben sich bereits angemeldet.

Beutel reiht sich an Beutel, Kisten stapeln sich auf Kisten. In der Passionstheater-Kantine in Oberammergau sieht man gleich, was man sich bei den wenig winterlichen Bedingungen draußen noch nicht so recht vorstellen kann: Der 44. König-Ludwig-Lauf steht an. Am 6. und 7. Februar werden wieder tausende Skilangläufer aus 35 Nationen im Ammertal erwartet. Dafür befüllen die Helfer schon jetzt 5000 Starterbeutel mit insgesamt etwa 40 000 Einzelteilen.

Marc Schauberger, Vize-Vorsitzender im Organisationskomitee (OK), und sein Team sind mittendrin in den Vorbereitungen. Mit Gedanken, dass der Lauf wegen Schneemangels vielleicht gar nicht stattfinden kann, halten sie sich gar nicht auf. „Wir kennen das Spiel ja.“

"Die Teilnehmer warten bis zum letzten Drücker"

In vier Wochen sollen am Sportplatz in Oberammergau die Athleten ins Ziel einlaufen – wenn’s bald schneit.

Seit 15 Jahren werkelt der 34-Jährige als Helfer beim König-Ludwig-Lauf mit, seit drei Jahren sitzt er im Vereinsvorstand. Ein festes Nervenkostüm hat er sich in dieser Zeit zugelegt. Immer wieder mussten Athleten wie Organisatoren bis zuletzt zittern. Ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr: Bis Weihnachten blieben die Wiesen grün. Der folgende Wintereinbruch brachte ergiebigen Schneefall – ebenso üppig aber fielen danach die Regenfälle samt Föhn aus. Erst am Wochenende vor dem Lauf entspannten sich die Mienen der Veranstalter – es schneite. Schauberger gibt sich also als Optimist. „Wir sind relativ gelassen.“ Ohne Einschränkungen laufen die Vorbereitungen weiter. Auch wenn die Veranstalter den Nicht-Winter durchaus bemerken: Angesichts der schneelosen „Großraumwetterlage“ trudeln die Anmeldungen etwas zögerlicher als sonst in Oberammergau ein. „Die Teilnehmer warten bis zum letzten Drücker.“

Nicht alle: Etwa 3000 Athleten – dennoch in etwa so viele wie im Vorjahr um diese Zeit – stehen bereits auf den Startlisten. Auch einen großen Namen findet man darunter: den Tschechen Lukas Bauer, zweifacher Tour-de-Ski-Sieger und 2007/08 Gewinner des Gesamtweltcups im Skilanglauf. „Einige Überraschungen wird es noch geben, da das eine oder andere Team einen Joker im Gepäck hat“, sagt Schauberger. Hinzu kommen mehrere Vasalauf-Sieger. „Die ganze Elite des Skimarathons wird sich im Ammertal versammeln.“

Streckenänderungen für Kinder und Erwachsene

Marc Schauberger gibt sich entspannt.

Bis dahin gibt’s viel zu tun. Mit dem letzten Feinschliff zur Streckenführung beispielsweise befassen sich aktuell die Loipenchefs Josef Hutter und Josef Pongratz. Hier wird es Änderungen geben. Anspruch und Attraktivität wollte das OK-Team erhöhen. Deshalb laufen die Athleten nun über die Kofelau bei Oberammergau – und damit zusätzlich vier Kilometer und 150 Höhenmeter. Somit bewältigen die Teilnehmer 50,6 Kilometer mit einer Höhendifferenz von etwa 820 Metern beziehungsweise 25,4 Kilometer und 340 Höhenmeter. Eine weitere Neuerung: Der Startschuss für den Mini-Kini fällt in Oberammergau, wo sich auch das Ziel befindet. „Das ist besonders für die Eltern eine gute Nachricht“, findet Schauberger. Denn sie müssen sich nicht mehr, wie bisher, nach dem Start in Ettal ins Auto setzen, um ihre Kinder empfangen zu können.

Alles ist bereit für ein großes Fest für Sportler und Zuschauer. Nur der Winter fehlt. Fünfmal musste der König-Ludwig-Lauf seit 1968 ausfallen – immer wegen Schneemangels. Aber damit wollen sich die Organisatoren und die etwa 250 freiwilligen Helfer noch nicht befassen. In der ersten Februarwoche wird die Entscheidung fallen.

Katharina Bromberger

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