Bundesregierung verbietet Auftritt von Erdogan in Deutschland

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Kein seltener Gast auf der Lainbach-Baustelle: Bürgermeister Adolf Hornsteiner (2. v. r.) überzeugt sich vom Fortschritt.

Hochwasser-Schutz in Mittenwald

Lainbach-Zähmung voll im Zeitplan

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Mittenwald - Die Trapez-Form ist deutlich erkennbar, die Arbeiter werkeln eifrig in der neuen Lainbach-Rinne: Die Hochwasserverbauung in Mittenwald schreitet zügig voran. 

Die Mischmaschine läuft, die Arbeiter kraxeln mit ihren gelben Gummistiefeln über die Gerüste, während die Sonne auf ihren Schutzhelm brennt. Kein Wunder, dass bei der Hitze so manch einer sein T-Shirt lüftet und lieber den Oberkörper beim Betonieren der Sohlen bräunen lässt. Doch irgendetwas fällt an diesem Mittwochnachmittag aus dem üblichen Schema. Es ist Adolf Hornsteiner (CSU). Mittenwalds Bürgermeister steigt in der Lederhosen und den Haferlschuhen in die Rinne der Lainbach-Hochwasserverbauung. Den Schutzhelm trägt er auch, seinen grünen Trachtenhut. Der Rathauschef inspiziert die Baustelle. Und das immer wieder gern, weil die Fortschritte jedes Mal deutlich sichtbar sind. Noch wird das Wasser durch zahlreiche Rohre und Schläuche umgeleitet, heute aber heißt es: Wasser marsch!

Hornsteiner ist höchstzufrieden. „Die Bach-Freilegung ist dann vollendet“, sagt er. Im April hatten die Arbeiten am ersten Abschnitt für das Acht-Millionen-Euro-Projekt, das zu 70 Prozent vom Freistaat finanziert wird, begonnen. Derzeit laufen die Straßenbaumaßnahmen auf Hochtouren, bis Mitte Oktober sind diese bis zur Kreuzung an der Grünkopfstraße voraussichtlich fertig.

Über den Zeitplan muss sich Hornsteiner keine Sorgen machen. Er wird voll und ganz eingehalten. Und das, obwohl er vor ein paar Monaten schon ein bisschen bangen musste. „Die Witterung war nicht ideal“, sagt Hornsteiner bezüglich der Wassermassen. Ungefähr zwei Kubikmeter Regen in der Sekunden seien gefallen. Eine Herausforderung für die Arbeiten an der Mammut-Verbauung, bei der 13 Tonnen schwere Fertigteile in den Lainbach eingesetzt werden.

Jetzt kann der Bürgermeister die Baustelle wieder entspannt unter die Lupe nehmen. Alles läuft nach Plan. Obwohl: Es trat vor kurzem tatsächlich noch etwas Unvorhergesehenes auf. Etwas Positives. Die Regierung von Oberbayern hat den Antrag, ein weiteres Teilstück anzupacken, genehmigt. Demnach kann der Lainbach heuer noch bis zur Kreuzung Kranzbergstraße freigelegt werden. „Das war so nicht geplant“, betont das Gemeindeoberhaupt. Eigentlich stand diese Stelle erst im kommenden Jahr auf der To-do-Liste. Damit wartet in diesem Jahr noch eine neuralgische Stelle auf die Bauarbeiter. „Dort ist es sehr eng“, macht Hornsteiner deutlich.

Die Erlaubnis bestätigt ihn in seiner Meinung, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden bei der Hochwasserverbauung ohne Komplikationen abläuft. Ähnliches gilt für die betroffenen Anwohner, die den Lärm und Schmutz in unmittelbarer Nähe stillschweigend ertragen. Hornsteiner weiß deren Akzeptanz durchaus zu schätzen. „Das sind schon Belastungen."

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