Es geht Voran: Am 20. Dezember wird der neue Trakt eingeweiht. Foto: tokarski

Holzbläser kommen nach Mittenwald

Mittenwald - Die Mittenwalder Geigenbauschule wächst und wächst: 2013 kommen die Holzbläser nach Mittenwald.

Walter Nirschl hat recht. „Jetzt muss aber bald ein neues Namensschild her“, meinte der Innungsobermeister und Musikinstrumentenbauer aus Geretsried bei der Absolventen-Verabschiedung. Geigenbauschule reicht schon lange nicht mehr. Denn neben Geigenbauern erlernen auch Zupfinstrumenten- und Metallblasinstrumentenbauer sowie Musikfachhändler ihr Handwerk an der Mittenwalder Einrichtung. Nun kommt ein weiterer Zweig hinzu: die Holzblasinstrumentenbauer. Als Block-Unterricht neben der Arbeit im Betrieb gibt’s die Ausbildung schon, ab dem Schuljahr 2013/2014 aber dann auch in Vollzeit, an der Berufsfachschule.

„Die Bestätigung haben wir jetzt vom Kultusministerium erhalten“, bestätigt Schulleiter Dr. Frederik Habel. Er freut sich über das positive Ergebnis intensiver Verhandlungen. Denn ihm war seit einiger Zeit klar: „Der Bedarf ist da.“ Das zeigten regelmäßige Anfragen an seiner Schule - von jungen Leuten, die sich für eine Lehre interessieren ebenso wie von Firmen, die Fachleute suchen.

Dieser Nachfrage kann die „Staatliche Berufs- und Berufsfachschule für Musikinstrumentenbau“, wie die Einrichtung offiziell heißt, ab Herbst 2013 gerecht werden. Zwölf Schüler werden dann in drei Jahren zum Holzblasinstrumentenbauer ausgebildet. Neben der Herstellung lernen die jungen Talente zudem etwas über die Restauration und Reparatur der Instrumente.

Bis zum Ausbildungsstart gibt es auch die passenden Lehrwerkstätten für die zwölf „Neuen“. Denn nachdem der Neubau steht und am Donnerstag, 20. Dezember, im Beisein von Kultusminister Ludwig Spaenle eingeweiht wird, geht es nun dem alten Trakt an den Kragen. Gerade hat Habel die Baubesprechung hinter sich. „Die Arbeiten laufen fließend“, sagt der Rektor. Während die letzten Räume im Neubau mit Möbeln ausgestattet werden und die Serveranlage umzieht, geht’s im Altbau los.

Die Theorieräume „werden in Lehrwerkstätten umfunktioniert“, erläutert Habel. Derzeit läuft der Unterricht noch parallel in beiden Komplexen, in wenigen Wochen müssen nur noch der Schulleiter und seine Mitarbeiter Baulärm und -dreck ertragen. Denn die Verwaltung zieht erst zum Schuljahr 2013/2014 ins alte Forstamtsgebäude, das ebenfalls derzeit saniert wird. Ab diesem Zeitpunkt bekommt die Geigenbauschule auch eine neue Adresse: Aus Partenkirchner Straße 24 wird dann Schöttlkarstraße 17, weil der neue Eingang neben das künftige Verwaltungsgebäude gelegt wird. „Unsere ganzen Dokumente werden gerade neu gedruckt“, berichtet Habel. Bis die neue Anschrift auf allen Papieren vermerkt ist, dauert’s. Außerdem will der Rektor bestens vorbereitet sein. nine

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