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Der Zielbereich der Rodelstrecke sieht noch etwas matschig aus, das wird sich aber schon bald ändern: Bis zu tausend Kubikmeter Schnee werden mit Pistenraupen auf die 800 Meter lange Fahrbahn verteilt – dann kann dem Hornschlittenrennen nichts mehr im Weg stehen.

Bis vor kurzem stand es noch auf der Kippe

47. Hornschlittenrennen: 1000 Kubikmeter Schnee rollen an

Garmisch-Partenkirchen - Das 47. Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen stand bis vor kurzem noch auf der Kippe stand, weil es an Schnee fehlte. Wo dieser nun herkommt und was sonst noch passiert bis zum Startschuss, verraten wir hier.

Wenn Peter Strodl „Wir schaffen das“ sagt, meint er damit, dass sein Verein es schaffen wird, bis zum 6. Januar etwa tausend Kubikmeter Schnee aus der Umgebung in 30 Lastwägen auf die 800 Meter lange Piste am Hohen Weg zur Partnachklamm zu verfrachten. Strodl ist der Vorsitzende des Hornschlittenvereins und organisiert das Traditionsrennen in Garmisch-Partenkirchen, das am Mittwoch zum 47. Mal stattfinden wird.

Das alles ist ein ziemlicher Aufwand, denn die Schneemengen müssen vom Zuschauerbereich des Skistadions und von der Eisfläche des Eisstadions abgekratzt werden. „Der Abrieb, der durch die Schlittschuhfahrer entsteht, eignet sich hervorragend.“ Außerdem habe man sich dort bedient, wo es in den letzten Tagen geschneit hat. „Der Schnee ist ein wichtiger Rohstoff geworden“, sagt er und lacht. „Aber es schaut gut aus, wir haben jetzt genug.“

Seit dem 2. Januar sind etwa 30 Personen rund um die Uhr mit den Vorbereitungen beschäftigt – während des Rennens werden es 100 Helfer sein. Die Organisation des Wettkampfes hat bereits im Oktober begonnen – früh musste für die Veranstaltung geworben und die Holzbanden neben der Fahrbahn auf ihre Stabilität überprüft werden, damit die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet werden kann.

Als nicht sicher war, ob das Rennen stattfinden würde, machte sich bei Strodl ein unangenehmes Gefühl breit – nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass das Hornschlittenrennen seit 46 Jahren niemals ausgefallen ist. „Das war ein ständiger Wechsel zwischen Hoch und Tief“, sagt er. „Im einen Moment sieht es gut aus und im nächsten denkt man sich: Verdammt, es hat wieder geregnet.“ Im Falle eines Ausfalls hätte es ein „finanzielles Problem“ gegeben, meint Strodl. Doch darüber muss er sich jetzt keine Gedanken mehr machen.

Während die Helfer Lastwagen für Lastwagen Schnee auf die Strecke kippen und die Verkaufsstände fertig aufgebaut werden, üben die ersten Teilnehmer des Rennens bereits, sich richtig in die Kurven zu legen – dafür müssen sie sich allerdings einen Ort suchen, an dem mehr Schnee liegt. „Einige weichen zum Schlittentesten auf Seefeld in Tirol aus.“

Anmelden konnten sich die Teams mit jeweils vier Mitfahrern bis Montag um 16 Uhr. Am Vormittag waren es laut Strodl noch 75 Teams. Er rechnet aber wie in den bisherigen Jahren mit etwa 90 teilnehmenden Teams. Die Startnummern wurden noch am Montag ausgelost.

Am Dreikönigs-Tag müssen sich die Teilnehmer mit ihren Schlitten bis um 12 Uhr am Start eingefunden haben, los geht’s um 12.30 Uhr. Und was gibt es zu gewinnen? Bis zu 800 Euro und weitere attraktive Preise. Wobei die Gaudi im Vordergrund stehen wird.

Weitere Infos zum Hornschlittenrennen gibt es unter www.hornschlitten.de.

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