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Wintersport-Gaudi

Hornschlittenrennen: Bereit für die große Herausforderung

Landkreis - Die Gewinner der Tagblatt-Verlosung, Simon Witting und Christian Fichtl, gehen im Weihenstephan-Team an den Start.

Gleich als offiziell bestätigt wurde, dass das traditionelle Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen trotz des warmen Wetters stattfinden kann, wuchs die Vorfreude bei den Mittenwaldern Simon Witting (22) und Christian Fichtl (21) ins Unermessliche. Die beiden haben nämlich die begehrten Plätze im Team Weihenstephan (wir berichteten) gewonnen. Verlost wurden diese vom Tagblatt und der Privatmolkerei. Somit haben zwei für ihr Alter sehr erfahrene Hornschlitten-Cracks das große Los gezogen. 2009 nahmen die beiden Isartaler zum ersten Mal auf einem Hornschlitten Platz. „Mein Papa, der ,Sima‘, hat damals den Schlitten von Klaus Wohlmut, einem alten Hornschlitten-Veteranen, geschenkt bekommen“, erklärt Simon Witting junior. Gefahren ist sein Vater allerdings nie. „Das haben wir übernommen“, sagt der Sohnemann und schmunzelt. Nur wenige Reparaturen mussten vollzogen werden, um den Auflagen am Start zu entsprechen. Auch Christian Fichtl war schnell mit an Bord – durch seine Größe und sein Gewicht war er hervorragend für das Gefährt geeignet. „Eine Riesen-Gaudi“ – das ist es für Fichtl noch heute. Gemeinsam mit Mathias Hornsteiner und Josef Ammer packten sie zum ersten Mal die körperlich fordernde Strecke nahe der Partnachklamm. Fichtl lenkte hinten, Witting übernahm den vordersten Platz. Und los ging’s. Bis auf einmal sind sie seitdem jedes Rennen am Start gewesen. Stolz zeigen sie das Foto aus den Vorjahren, das sie im diesjährigen Tagblatt-Vorbericht in voller Action zeigt. Welche Platzierungen sie bisher eingefahren haben, können sie nicht so genau sagen. „Immer im vorderen Drittel“, meint Witting zu wissen. Dies sei aber sowieso nicht wichtig. „Um die Gaudi“ gehe es ihnen und darum dass „nichts Schlimmes passiert“. Bis auf ein abgebrochenes Horn und ein paar zertrümmerte Kleinteile hatten sie auch auch immer Glück. „Der erste steile Stich ist recht gach“, beschreibt der Mittenwalder die Strecke. „Da haben wir einmal die Bande geküsst.“ Der Rest gehe dann sowieso „ganz gut“. Nur zwei Mal konnten sie sich heuer auf ihren Weihenstephan-Einsatz vorbereiten. „Wir haben zu viert den Schlitten zur Mittenwalder Ederkanzel hinaufgezogen oder hatten einen Pick-Up, der uns geholfen hat.“ Doch oft spielte das Wetter nicht mit. „Es hat zu wenig Schnee zum Üben“, resümiert Witting. Bei einem sind sich die beiden aber sicher: Auch ohne Training wird es irgendwie ein gutes Rennen werden.

Josef Hornsteiner

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