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Nichts rührt sich – noch nicht? Doch angeblich kommt am verwaisten Hotel Latscheneck Dynamik ins Spiel.

Homepage bereits offline

Hotel Latscheneck: "Da wird sich was tun"

Mittenwald - Statt Glanz und Gloria vegetiert das Hotel Latscheneck seit Jahren verwaist vor sich hin. Denn ein geeigneter Käufer konnte auch nach fast drei Jahren nicht gefunden werden. Doch nun gibt sich Eigentümer Andreas Scheuermann überraschend optimistisch.

Wenn Andreas Scheuermann über die Fortschritte seines Latscheneck-Verkaufs angesprochen wird, hält er sich sehr reserviert. „Interessenten hat es schon einige gegeben“, bestätigt der Zahntechnik-Unternehmer aus Oberhausen (Landkreis Weilheim-Schongau). Doch der richtige sei „noch nicht dabei gewesen“. Beziehungsweise noch niemand, mit dem man bei den Verhandlungen rund um die verwaiste Immobilie in Traumlage auf einen grünen Zweig gekommen ist.

Denn eine andere Nutzung als eine touristische wäre für den Markt Mittenwald „keine Option“, wie Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) verdeutlicht. Das für ihn „sehr wichtige Projekt“ am Kaffeefeld sollte aufgrund seiner „herausragenden Lage“ auf seine „ursprüngliche Nutzung“ als Hotel zurückgeführt werden.

Aber Scheuermann ist optimistischer denn je: „Da wird sich die nächste Zeit sicher was tun“, verspricht er. Vielleicht hat er schon jemanden in der Hinterhand? Die Homepage „berghotelmittenwald.com“ der Kaffeefeld GmbH und Co. KG ist zumindest schon offline. „Das hat aber nicht direkt etwas damit zu tun“, schränkt Scheuermann im Hinblick auf einen möglichen Verkauf der Gourmet-Immobilie ein.

Ende 2010 war es, als still und leise der Verkauf des Hotels am Latscheneck über die Bühne ging. Eine siebenstellige Summe stand im Raum, die von Scheuermanns Firma an die Iffeldorfer Besitzer-Familie transferiert worden sein soll. Schon damals war klar, dass Scheuermann eine Mammut-Aufgabe bevor stand. Rund vier Millionen Euro würde die Wiederbelebung des maroden Hotels kosten. 20 Doppelzimmer und 60 Restaurantplätze sollte die geplante Nobelherberge im Vier-Sterne-plus-Bereich beinhalten. „Klein, fein und modern“, sollte es werden. Auch der baurechtliche Vorbescheid des Gemeinderats ging ohne weiteres über die Bühne. Das Hauptgebäude hätte 90 Zentimeter angehoben werden sollen, um im Ersten Stock die Dachschräge wegzubekommen. Auch von den 1970er-Jahre-Erkern hätte man sich verabschiedet.

Doch zu früh gefreut. Scheuermanns Vier-Sterne-Träume sind vor drei Jahren geplatzt. Der Investor aus Oberhausen gab im April 2013 bekannt, das Mittenwalder Hotel Latscheneck „aus persönlichen Gründen“ wieder zu veräußern. Von dem Projekt war er zwar nach wie vor überzeugt, weshalb ihm dieser Schritt „schwer gefallen“ sei. Finanzielle Gründe seien es nicht gewesen, versichert er. Doch nun könnte neuer Wind in die Verkaufsgespräche kommen.

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