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Schwärmen von der Region der Ammergauer Alpen: Patricia und Randolf Thomas, Betreiber des Hotels Schillingshofs in Bad Kohlgrub 

Große Pläne im Hotel Schillingshof

Moor-Offensive nach der Passion

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Bad Kohlgrub - Wer den Anschluss verpasst, ist weg vom Markt: Patricia und Randolf Thomas wollen ihr Vier-Sterne-Hotel Schillingshof fit für die Zukunft machen.

Die goldenen Jahre der Moorkuren mit vollen Häusern gehören in Bad Kohlgrub längst der Vergangenheit an. Betriebe, die noch Moorbäder anbieten, sind rar geworden. Auch das größte Haus im Ort, das Vier-Sterne-Hotel Schillingshof, musste im November vergangenen Jahres seine Moorabteilung schließen. Inhaber Randolf Thomas, der mit seiner Frau Patricia seit Ende 2012 die repräsentative Immobilie im oberen Kurgebiet des Hörnleorts leitet, begründet diesen Schritt: „Die klassischen Moorbäder auf Rezept rentieren sich einfach nicht mehr. Unser Betrieb war mal auf rund 100 Moorbäder am Tag ausgelegt, am Schluss hatten wir gerade noch fünf.“

Dennoch wollen die Eheleute Thomas das Thema Moor nicht aufgeben: „Schließlich hat das in Bad Kohlgrub eine sehr lange Tradition.“ Aller Voraussicht nach werde man das Moor nach der Passion „auf eine etwas andere Art“ nutzen, mit einer neuen Idee. Mehr wollen die Betreiber noch nicht verraten. Das Ganze soll dann im Rahmen eines größeren Umbaus über die Bühne gehen.

Noch ist das Vorhaben Zukunftsmusik. Aktuell sehen die gebürtigen Franken den Schillingshof, der über 260 Betten in 131 Zimmern sowie neun große Konferenzräume verfügt, „gut aufgestellt“. Man habe 2015, so Randolf Thomas, „ein sehr gutes Jahr“ gehabt, wozu neben dem König-Ludwig-Lauf, Motorrad- und Oldtimertreffen natürlich auch der G7-Gipfel beigetragen habe. Allerdings, räumt der Hotelier ein, man müsse ständig am Ball bleiben im täglichen Wettbewerb – gerade bei so einem großen Objekt. So habe man in den vergangenen drei Jahren rund eine halbe Million Euro in Modernisierungsmaßnahmen gesteckt.

Auch im vergangenen Jahr wurde kräftig investiert. Dazu zählten die Schaffung einer neuen Bierstube, die Modernisierung von Restaurant und Hallenbad, die Umwandlung einer Abstellkammer in eine noble Wein-Lounge und nicht zuletzt neben dem Schwimmbad die Errichtung eines urgemütlichen Ruheraums mit viel Wärme, Gespür und Liebe zum Detail.

"Das Ammertal - eine so tolle Region"

Neben dem „normalen Urlauber“ haben die Betreiber das Tagungs- und Gruppengeschäft (Deutsche, Schweizer, Chinesen) im Visier. Bei Seminaren und Konferenzen ist die Messlatte hoch gelegt: „Wir wollen in der Umgebung das führende Tagungshotel werden.“

20 Jahre sind Patricia und Randolf Thomas inzwischen im Ammertal, sie fühlen sich heimisch und schwärmen von der Gegend. Die Chefin des Hauses: „Hier gibt es, häufig von außen unbemerkt, eine so tolle, unberührte und authentische Region. Die Natur ist ursprünglich geblieben, da wirkt nichts aufgesetzt.“ Und was sie an den heimischen Gastgebern schätzt: „Auf die Wünsche von Gästen einzugehen, ist gut und recht und auch wichtig. Aber die Vermieter lassen sich nicht verbiegen, um irgendetwas Aufgesetztes aus dem Boden zu stampfen.“ Das Ehepaar ist ähnlich gestrickt: „Wenn wir Österreicher wären, hätten wir vielleicht in unser Restaurant schon einen Kuhstall eingebaut.“ So unterstützen sie auch voll die Bemühungen um einen Naturpark.

Mitunter würden sich die Betreiber des Schillingshofs, die immerhin 45 Mitarbeiter beschäftigen, mehr Wahrnehmung in der Bevölkerung wünschen: „Jeder Einheimische kann bei uns Sauna, Hallenbad oder Kegelbahn buchen oder seinen Geburtstag hier feiern. Nur weil wir ein Vier-Sterne-Haus sind, braucht die Scheu nicht so groß zu sein“, klärt Randolf Thomas auf. Auch Beschäftigte aus den Ammertalorten würden gerne angestellt. Es sei sehr schwer, Kräfte in der Hotellerie zu finden. Momentan verfüge man nicht einmal über einen Auszubildenden im ersten Lehrjahr. Dass sich dies bald ändert, hofft Patricia Thomas, „denn wir fühlen uns hier sehr wohl und das sollen die Kohlgruber auch wissen . . .“

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