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Viele Ideen gibt es, wie der Oberauer Kurpark umgestaltet werden soll.

Fünfte Planung liegt aus

Ideensammlung für den Oberauer „Kulturpark“

Oberau - Sie zerbrechen sich den Kopf, die Oberauer Gemeinderäte. Darüber, wie der „Kulturpark“ einmal aussehen soll. An Vorschlägen mangelt es nicht. 

Die Ideensammlung ist in vollem Gang. Doch wann es daran geht, etwas davon in die Tat umzusetzen, das ist noch nicht abzusehen. „Nur nichts übereilen“, sagte Oberaus Bürgermeister Peter Imminger (CSU), als die Gemeinderäte voller Eifer Vorschläge brachten, wie der Oberauer Kurpark, der künftig „Kulturpark“ heißen soll, ab nächstem Jahr so umgestaltet werden kann, dass die 2500 Quadratmeter diesen Namen auch verdienen.

Mittlerweile liegt bereits die fünfte Planung vor. Die sieht in erster Linie eine um drei Meter verlängerte Musikpavillon-Bühne vor und davor ein zeltüberdachtes Zuschauerrondell, das mit offenen Unterständen umgeben ist, von denen einer auch als Ausschank gestaltet sein soll. Es schließt sich eine mit Bäumen und Wegen gezierte Wiese an. Im Hintergrund ist einerseits ein Spielgelände samt kleinem Teich und andererseits ein runder Brunnen geplant, beide Wasserobjekte verbunden durch den Dorfbach. Toiletten, selbstverständlich auch für Behinderte, sind hinter dem Musikpavillon vorgesehen; der Haupteingang grenzt an die Schule.

Mühlrad und Kneippbecken entlang des Bachs?

Sowohl die CSU-Ratsfraktion als auch jene der Freien Wähler brachten dazu einige Anregungen, die sich zum Teil stark ähneln. Zweiter Bürgermeister Josef Bobinger (CSU) befand unter anderem die Lage der Toiletten hinter dem Pavillon insbesondere bei Veranstaltungen als sehr ungünstig und regte deren Verlegung in Richtung Ausgang an. Für den Fall größerer Freiluft-Veranstaltungen empfahl er festverlegte Strom- und Wasseranschlüsse an der Kurpark-Grenze zur Turnhalle. Er war der Überzeugung, dass der kleine Teich nicht notwendig sei. 

Dafür empfahl die CSU-Fraktion entlang des Bachs ein Mühlrad, kombiniert mit einem Kneippbecken. Ähnlich äußerte sich für die Freien Wähler deren Fraktionschef Josef Lohr: „Neben dem zentralen Bereich, dem Pavillon mit Veranstaltungsarena mit einer Nutzung bei bis zu 50 Veranstaltungen im Jahr ist es unerlässlich, auch im weiteren Bereich des Parks interessante Bereiche zu schaffen, die sich darauf beziehen, dass Oberau mit Flößerei, Sägewerk und Gipsstampf historisch stark aufs Wasser bezogen ist.“ Darum empfahl auch er ein Mühlrad und ein Kneippbecken, dazu Informationstafeln über die Wasser-Historie, über die Bäume und in Absprache mit dem Gartenbauverein die Schaffung einer Permakulturecke, eines Gemüsegartens für Jedermann. Überdies solle man prüfen lassen, ob das Zeltdach nicht bei schlechtem oder kaltem Wetter geschlossen werden könne.

Mehr Kulturveranstaltungen gefordert

Für die SPD regte Angelika Allinger-Rank an, „nicht alles auf einmal zu machen“. Man solle einen Stufenplan zur Realisierung erarbeiten und prüfen, ob nicht eine billigere Alternative für die Überdachung der Arena vor dem Musikpavillon möglich sei. Auch sie befand ein Mühlrad und ein Kneippbecken für notwendig, einen Teich jedoch ebenfalls für überflüssig.

Einhellig wurde dann einer Empfehlung der CSU folgend beschlossen, den Ortshistoriker Professor Dr. Heinz Schelle um Ideen zu bitten, wie man den Park, auf dass er auch ein richtiger „Kulturpark“ werde, mit „kulturellen Elementen“ ortsspezifischer oder regionaler Art zu gestalten könne, „wobei nicht nur ein historischer, sondern auch zeitgenössischer Bezug erwünscht ist“.

Philipp Lederer (CSU) hatte ohnehin dringend angeregt, über die „normalen“ Veranstaltungen in Oberau und im Kurpark hinaus „auch kulturell mehr zu machen. Ich denke da nur an den Kulturbeutel in Garmisch-Partenkirchen“. Mithilfe des Oberauer Vereine-Komitees, war sich Lohr sicher, „auch Veranstaltungen vom Format des Kulturbeutels auf die Beine zu stellen“. Bürgermeister Imminger ließ sich auf derlei Kulturdebatten nicht ein. „Wir lassen den Entwurf jetzt den neuen Anregungen gemäß umplanen. Ich bin mir sicher, dass es ohnehin noch einige Diskussionen geben wird.“

Wolfgang Kaiser

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