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Gibt Interviews im E-Auto: Ilse Aigner. 

Modellkommunen stellen Ergebnisse vor

Ilse Aigner zieht positives Fazit über Elektromobilität

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Garmisch-Partenkirchen - Hoher Besuch in Garmisch-Partenkirchen: Bayerns Wirtschaftsministerin spricht im Gasthof Schatten über Elektromobilität. 

Dr. Christoph Ebert hält sie hoch und preist sie an. Die Breze. Nicht etwa eine gewöhnliche. Nein, eine in besonderer Form. Die e-Breze. „Wir leben, fahren, denken und essen in ,e‘“, betont der Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Sport, Gesundheit, Technologie und Koordinator der Modellkommune Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen. Eine Vorstellung, die in den Köpfen der Menschen erst noch richtig verwurzelt werden muss. „Die Motivation bei den Leuten ist beinharte Arbeit“, sagt er. Aber „wir sind dabei, die Umgebung zu infizieren.“ Mit Wissen und guten Produkten. Denn die Zukunft liegt in der Elektromobilität, so lautet der Tenor der Abschlussveranstaltung der drei Bayerischen Modellregionen – neben Garmisch-Partenkirchen (e-GAP) noch Bad Neustadt an der Saale (M-E-NES) und der Bayerische Wald (E-WALD) – im Gasthof Schatten.

130 Vertreter aus Wirtschaft, Industrie, Politik und Wissenschaft sitzen im Saal und lauschen den einzelnen Forschungsergebnissen. Darunter Ilse Aigner (CSU). Die Bayerische Wirtschaftsministerin ist bestens gelaunt. Das hat auch einen Grund: Die 37,5 Millionen Euro, die die Bayerische Regierung zur Förderung der Forschung in die Modellregionen gepumpt hat, sieht sie als richtige und wichtige Investition. Gut angelegtes Geld. „Gemeinsam ist es uns gelungen, die Elektromobilität in der Praxis umfassend zu testen.“ 2011 starteten die drei Standorte mit ihren Projekten. Mittlerweile können sie praktikable Lösungen anbieten, auch wenn laut Ebert depressive Phasen über die Zeit hinweg auftreten. „Es ist nicht immer leicht“, sagt der Koordinator. Worauf es aber ankomme, sei das Ergebnis. Eine Ansicht, die er mit Aigner teilt. „Für Bayern als dem Automobilstandort schlechthin ist es wichtig, an der Spitze des Fortschritts zu stehen“, betont die Ministerin.

Garmisch-Partenkirchen als Paradebeispiel für eine ländlich-touristische Region mit sensiblem und mit in höchstem Maße schützenswertem Ökosystem, wie Landrat Anton Speer (Freie Wähler) erläutert, leiste mit e-GAP einen Beitrag dazu. Und die Verantwortlichen kommen zu einem positiven Resultat. In einer Vielzahl von Projekten zeigt sich, dass Elektromobilität genutzt wird. „Sie macht Sinn“, wiederholt Ebert mehrmals. Zum Beispiel, um den Klimaschutz zu emotionalisieren oder um die kommunale Vernetzung voranzutreiben.

Doch jedes Wissen, jede Erkenntnis, wie alltagstauglich und marktfähig Elektromobilität ist, bringt nichts, wenn das die Menschen nicht verinnerlichen und danach leben. Der Bürger muss mitmachen, was laut Experte Ebert gar nicht schwer wäre. Gerade das Projekt Sun2Car belegt, dass Elektrofahrzeuge mit der privaten Photovoltaikanlage nachhaltig und kostengünstig geladen werden könnten. „Diese Leute müssen wir mobilisieren.“

Denn eins steht fest, findet Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD): Das Thema „passt zu uns“. Deshalb will die Rathaus-Chefin es künftig unbedingt besser vermarkten. Gleichzeitig räumt sie aber auch ein, dass Garmisch-Partenkirchen „eine Marktdurchdringung nicht alleine schafft“, um beispielsweise die intermodale Mobilität ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Koordinator Ebert gibt ihr recht: Gerade in puncto Vernetzung müsse mehr passieren, damit das „e“ wirklich in die Köpfe dringt und die Bürger es leben.

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