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Treffen sich am „Runden Tisch“ der Sozialverbände: (v.l.) Barbara Steib und Mia Perfahl (Elisabethenverein), Sabine Kopp (Kinderbüro Garmisch-Partenkirchen), Gabriele Heindl (Senioren Ruhesitz Staffelsee), Felix Burger (Sozialreferent der Gemeinde), Ursula Lampl (MGH), Pfarrer Andreas Fach (evangelisch), Monika Gampe (Ökumenische Sozialstation), Claudia Volkmar-Clark (Präsidentin des Zonta-Clubs), Mechthild Warnstorff (Sozialpsychiatrischer Dienst), Ricarda Bollinger-Schönnagl (Deutscher Familienverband), Diakon Klaus Remlinger (katholisch) und Heinfried Barton (Leiter der Volkshochschule Murnau). Foto: Heino herpen

Runder Tisch für Vertreter aus im Sozialbereich tätigen Institutionen

Als erstes Ziel eine Nachbarschaftshilfe

Murnau - Als Schnittstelle zwischen der Gemeinde und den im Sozialbereich tätigen Vereinen und Institutionen in Murnau ist der „Runde Tisch“ gedacht, zu dem sich zum zweiten Male ein Dutzend Vertreter von Verbänden und beider Konfessionen im Mehrgenerationenhaus (MGH) im Kemmelpark zusammenfanden. Das Ergebnis: Eine Nachbarschaftshilfe soll gegründet werden.

„Unser Ziel ist, Hilfebedürftige zu den richtigen Ansprechpartnern zu vermitteln, und die Vereine auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern zu unterstützen“, sagte die Leiterin des MGH, Ursula Lampl, die zusammen mit dem Sozialreferenten des Gemeinderates, Felix Burger (SPD), zu dem Treffen eingeladen hatten. „Wenn wir uns gut vernetzen, können wir so manche Lücke schließen.“ Auf diese Weise könnten auch Doppel- und Dreifachstrukturen, die alle dieselbe Arbeit machten, ohne voneinander zu wissen, vermieden werden.

Erstes großes Ziel soll die Einrichtung einer Nachbarschaftshilfe für ältere Menschen, Familien und alleinerziehende Mütter sein, die auf Hilfe angewiesen sind. „Es gibt in Murnau viele gute Strukturen“, analysierte Lampl, „aber sie sind zu wenig vernetzt. Diese Strukturen wollen wir mit der Nachbarschaftshilfe und diesem ‚Runden Tisch‘ zusammenbringen.“ Zentrum und Anlaufstelle werde das MGH sein: „Das ist auch von der Kommune so gewünscht, die unsere Einrichtung sehr unterstützt“, sagte sie weiter. Es sei angedacht, die „Nachbarschaftshilfe“ beim Palmmarkt am Sonntag, 9. April, der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Bei einer ausführlichen Vorstellungsrunde gaben die Vereins- und Kirchenvertreter Einblicke in ihren jeweiligen Arbeitsbereich, wobei sich bereits erste Vernetzungen herauskristallisierten: So interessierte sich etwa Mechthild Warnstorff vom „Sozialpsychiatrischen Dienst“ sehr für die Arbeit des Elisabethenvereins, der durch Barbara Steib und Mia Perfahl repräsentiert war.

„Ökumene fördert Vernetzung“ befand der evangelische Pfarrer Andreas Fach im Hinblick auf das Reformationsjahr. Volkshochschulleiter Heinfried Barton bezeichnete seine Einrichtung als Plattform, die sehr viele Menschen aus verschiedenen Schichten erreichen könne. Über das breite Spektrum der Angebote staunte nicht nur die Präsidentin des Zonta-Clubs, Claudia Volkmar-Clark: „Es beeindruckt mich unglaublich, was ich hier gehört habe.“

Eindeutigen Gesprächsbedarf sah Felix Burger nach dem Treffen: „Gut, dass es so einen ‚Runden Tisch‘ gibt, bei dem man viel über die anderen Vereine lernen und sich gegenseitig kennenlernen kann. Zusammen mit der Gemeinde können wir alle Bereiche noch besser darstellen und unterstützen.“ Beim nächsten Treffen des „Runden Tischs“ am Mittwoch, 26. April, soll es unter anderem um ein gemeinsames Fest der Verbände gehen, das beispielsweise im Murnauer Kultur- und Tagungszentrum ausgerichtet werden und bei dem sich alle in größerem Stil präsentieren könnten.

Heino Herpen

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