Eine moderne Multifunktionsanlage und nicht eine „Behelfslösung“ hätte in den Augen der Mitglieder einer Interessengemeinschaft in Ohlstadt am Ram gebaut werden sollen. Die Trasse dafür (rechte Linie durchgehend) hätte am Schützenhause beginnen sollen. Fotot. Plan/GAisreiter

Interessensgemeinschaft will moderne Anlage statt Mini-Lift am Ram

Ohlstadt - Wenn es nach ihnen gegangen wäre, dann hätte es in Zukunft einen Multifunktionsanlage mit Schneekanone in Ohlstadt am Ram gegeben - für Biker und Bobfahrer.

Noch in diesem Winter soll Ohlstadt einen neuen Skilift erhalten. Die bestehende Anlage wird nach Wünschen des Gemeinderatses für rund 25 000 Euro durch einen neuen Bügellift ersetzt, der bereits bestellt ist (wir berichteten). „Jetzt erfährt die Öffentlichkeit per Zeitung etwas, was sie eigentlich schon längst hätte wissen sollen“, schimpft Stefan Gaisreiter, Mitglied einer 70-köpfigen Interessengemeinschaft, die sich für eine modernere Anlage am Ram eingesetzt hat. „Die Entscheidung ist bereits am 4. August in einer nicht-öffentlichen Sitzung gefallen.“

Im Juli hätten er und seine Mitstreiter von den Plänen erfahren, dass der Lift aus den 60er-Jahren ausgetauscht werden soll. Daraufhin hatten sie sich zusammengesetzt, um ihre Pläne für eine bessere Anlage auf Papier zu bringen, und dieses dem Gemeinderat am 2. August vorzulegen. In der öffentlichen Sitzung am 4. August sei der Vorschlag der Interessengemeinschaft dann mit 9 zu 6 Stimmen abgelehnt worden.“ Die Gründe, warum die Multifunktionsanlage von der Mehrheit nicht gewünscht war, kann er nicht ganz nachvollziehen. "Damit hätte man auch den doch etwas kränkelnden Tourismus ankurbeln können.“

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft hätten sich eine Liftanlage mit Multifunktionsmöglichkeit vorgestellt. Auf einer Länge von 400 anstatt der bisher 190 Meter, und mit Einstieg direkt am Schützenhaus am Ram und nicht, wie bisher zirka 100 Meter weiter oben. „Die neue Anlage sollte so ausgelegt werden, dass sowohl Skifahrer, Biker als auch Rodelschlitten befördert hätten werden können.“ Außerdem hätte eine spätere Ergänzung zur Sommerrodelbahn bedacht werden sollen. „Das ganze Projekt war von uns mit rund 150 000 Euro kalkuliert“, erklärt Gaisreiter. „Die Finanzierung unter anderem aufgeteilt auf Gemeinde, diverse Ohlstädter Firmen, Betriebe und Vereine.“

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft geben sich geschlagen, wenn auch ungern. „Eine Anlage wie die unsere wird es nun wohl nicht mehr geben“, mutmaßt Gaisreiter. „Schade. Aber in Ohlstadt will man scheinbar keine Veränderungen. Viele erkennen nicht, dass sie sich damit auf ein Abstellgleis begeben." (sp)

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