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IOC-Chef muss vieles unter den Tisch kehren

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Unschlagbar: das Team Italien beim Eisstockschießen. Der Ideenreichtum der Farchanter beim Maschkerazog wurde am Sonntag mit einem Stop des Regens belohnt. © Oliver Rabuser

Farchant - Trotz Olympia-Protestes lieferten die Maschkera beim Farchanter Umzug sportliche Spitzenleistungen.

Einfallsreichtum und Liebe zum Detail werden in der Faschingszeit definitiv belohnt. In der Umsetzung des Mottos „NolympiJA“ steckten viele Überlegungen. Rechtzeitig zur Aufstellung des Farchanter Maschkerazugs schloss der Himmel deshalb die Schleusen. Gegen die Kälte half die Vielfalt herkömmlicher Spirituosen. Schon während der Aufstellung wurden die Dienste der „Schnapsdamen“ Vroni Salzer und Anni Fink liebend gerne in Anspruch genommen. Thematisiert wurde nicht ganz überraschend der Protest gegen die Olympischen Spiele. Entsprechend lautstark führte ein Beitrag von Trommlern und Anti-Olympia-Tafeln den Zug an. Die eigentlichen Spiele wurden feierlich mit viel Brimborium eröffnet, die olympische Fackel mittels Baggerschaufel zum olympischen Feuer, einem blauen Eisenfass, transportiert.

Humorig flankiert von den österreichisch-deutschen Reporterlegenden Edi Finger (Christian Hornsteiner) und Gerd Schwulenbauer (Wolfi Hostmann) eröffnete Bürgermeister Martin Wohlkezetter alias IOC-Präsident Martin Wolke-Bach die Großveranstaltung. Die Bestimmung seines Kehrbesens kommentierte Wolke-Bach so: Als IOC-Chef müsse er „hin und wieder einkehren, mit so manchen Leuten verkehren, aber auch vieles unter den Tisch kehren“. Alles klar.

Sportlich vertraten Wohlkezetter und sein Gemeinderat das Team „Austria“. Unstimmigkeiten im Vorfeld mit dem TSV Farchant hätten zu einer Konkurrenzsituation geführt. Die Sportler beharrten auf „Österreich“ als Teamnamen. Wohlkezetter kündigte während des Bewerbs an, die schwelende Streitfrage auf sportlicher Ebene klären zu wollen.

Bilder vom Umzug

Die größte Strahlkraft für die zahlreichen Schaulustigen hatte unstrittig das Skispringen. Es bedurfte schon einiges an Überwindung, sich mit Alpin-Skiern von der Ladeklappe eines Lastkraftwagens hinunter zu wagen und dennoch mit Stil und Würde in der Auslaufzone zu landen. Unterdessen ließ eine Sprecherin Jamaicas ausrichten, der karibische Bob sei im Zuge einer ADAC-Prüfung als Testsieger hervorgegangen. Mögliche frisierte Bilanzen dahingehend waren auf die Schnelle nicht zu erforschen.

Oliver Rabuser

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