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Besser als die Großstadt: Mama Ute Müller aus Berlin hält ihre Söhne (v.l.) Paul und Oskar mit der Handykamera fest, während sie sich am Brunnen in Gerold erfrischen. Die drei haben eine Wanderung hinter sich und sind begeistert von der Natur.

G7 verhagelt die Halbjahresbilanz

Die Schattenseite des Gipfels

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Isartal - Die Überraschung ist ausgeblieben: Die Alpenwelt Karwendel schließt das erste Halbjahr 2015 mit einem Minus bei den Gäste-Übernachtungen ab. Schuld daran ist der G7-Gipfel.

Manchmal kommen Dinge anders, als man gedacht hat. Manchmal treten sie aber genau so auf, wie vermutet. Schon im Vorfeld des G7-Gipfels in Schloss Elmau war es Sabrina Blandau eigentlich klar: Die Halbjahresbilanz der Alpenwelt Karwendel könnte negativ ausfallen. Die Geschäftsführerin sollte recht behalten. Die Tourismus GmbH verzeichnet ein Minus bei den Übernachtungen.

 „Wir haben damit gerechnet“, gibt Blandau zu. Im Vergleich zum Vorjahr (450 753) markiert ein Schwund die Bilanz. In den Gemeinden Wallgau, Krün und Mittenwald „hatten wir 7000 Übernachtungen weniger“, sagt die Tourismus-Expertin. „Der Juni hat uns reingerissen.“ Also der Monat, in dem Obama, Merkel & Co. in Schloss Elmau tagten. Das sind zwar erlesene Besucher, die einen enormen Tross von Sicherheitsbehörden oder Pressevertretern anlockten, dafür blieben die Normalsterblichen weg: Weniger Gästeankünfte, weniger Übernachtungen. Rund um G7 und auch noch kurz danach beschreibt Blandau die Reiselust als „verhalten“.

Die Erklärung dafür liegt ihr zufolge auf der Hand: die vielen Sperrungen und Einschränkungen, mit denen die Urlauber konfrontiert gewesen wären. Erschwerend hinzu kam noch ein weiterer Punkt, der mit dem Politspektakel zusammenhängt. Zwar hat dieses erst an einem Sonntag begonnen, doch die „klassische Anreise am Samstag“ sei Blandau zufolge in dieser Woche ausgefallen. Kein Grund für sie, um Trübsal zu blasen. Dass 2015 ein „besonderes Jahr“ wird, daran bestand nie ein Zweifel.

Ihre Laune hebt sich auch schnell, wenn Blandau an den Winter zurückdenkt. „Der war gut“, sagt sie. Vor allem im Februar stiegen die Übernachtungen von 78 752 auf 95 884. Die Alpenwelt Karwendel darf sich über einen Zuwachs an Übernachtungen (1,5 Prozent) als auch an Ankünften (+3,8 Prozent) freuen – der guten Schneelage sei Dank. Blandau wagt zwar noch keine Prognosen, zeigt sich aber zuversichtlich, ein gutes Endergebnis für 2015 zu erreichen.

Auf den weißen Winter folgt derzeit der sonnige Sommer samt warmen Temperaturen. Bei diesen Bedingungen rechnet Blandau mit vielen Kurzurlaubern. Und die sollen die Zahlen kräftig aufpolieren.

Manuela Schauer

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