Es geht bergab: Die Isartaler Rettungseinheiten kämpfen sich über den qualmenden Boden nach unten. Foto: Bergwacht Krün

Isartaler am Falkenberg: Kein Glutnest darf übrig bleiben

Oberes Isartal - Der verheerende Brand auf dem Falkenberg fordert die Bündelung aller Kräfte. Auch Einheiten aus dem Oberen Isartal sind im Dauereinsatz.

Georg Schober junior erlebte den Neujahrsbrand auf dem Krepelschrofen. Auch heuer im Frühjahr, als am Herzogstand auf einem Südhang ein Feuer wütete, reihte er sich bei den Rettungs-Mannschaften ein. „Der jetzige Einsatz am Falkenberg ist allerdings der schwierigste“, berichtet der junge Mann von der Bergwacht Krün.

Nach dem verheerenden Waldbrand vom Sonntag sind die ganze Woche schon Einheiten in dem steilen Gelände oberhalb des Sylvensteinspeichers in Aktion - auch Trupps aus dem benachbarten Oberen Isartal. Ihr Auftrag: Alle noch verbliebenen Glutnester bekämpfen, es darf kein einziges übrigbleiben. Denn schnell könnten die unterirdischen Brandherde aufs Neue entfacht werden.

„Am besten wär’s, es würde schneien“, meint Schober. Doch die Wetterprognosen sprechen eine andere Sprache. Auch in den kommenden Tagen bleiben Niederschläge aus. So muss eben der Mensch am Falkenberg weiteres Unheil vermeiden.

Im Laufe der Woche unterstützten rund 50 Bergwacht- und Feuerwehrmänner aus Wallgau, Krün und Mittenwald die Kameraden aus dem Nachbar-Landkreis. Teilweise zu Fuß, teilweise mit dem Helikopter ging’s nach oben. „Überall qualmt es dort aus dem Boden“, erzählt Schober, dessen Bruder Martin bereits dreimal in den vergangenen fünf Tagen auf dem Falkenberg war.

16 Hektar Bergwald wurden dort von den Flammen vernichtet. „Viele Bäume sind angebrannt, aber zum Teil noch grün“, beschreibt Georg Schober die gespenstische Szenerie in dem „schwierigen Absturzgelände“. Denn die Neigung in dem steilen Gelände beträgt an manchen Stellen bis zu 50 Grad. Deshalb musste jeder Feuerwehrmann beim Löschen der Glutnester von einem Bergwachtmann mit dem Seil gesichert werden. Schober spricht dabei von einer „guten Koordination der Einsatzkräfte“. Wie lange Schober und Co. noch bleiben? Bis der letzte Brandherd bekämpft ist. cs

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