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Geburtstagsgeschenk: (v. l.) Kultusminister Ludwig Spaenle, Direktor Reinhard Bothschafter und Ministerialbeauftragte Dr. Karin E. Oechslein mit dem historischen Dokument, das Bürgermeister Thomas Schmid als Geschenk überreicht.

Auftakt zu rauschender Festwoche

100 Jahre Werdenfels-Gymnasium: Vom besonderen Geist der Schule

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Garmisch-Partenkirchen - „Es gibt Momente“, sagt Ludwig Spaenle (CSU), richtet dabei den Blick nach oben, hebt die Arme und setzt erst nach einer Pause fort, „da spürt man den Geist einer Schule. Was ich bei Ihnen heute spüre, ist etwas ganz Besonderes.“ Zu einem besonderen Anlass: Das Werdenfels-Gymnasium feiert sein 100-jähriges Jubiläum.

Der Bayerische Kultusminister nennt es „das Leben des gymnasialen Geistes“; die geladenen Gäste spüren an diesem Nachmittag den Zusammenhalt in der Schulfamilie, vor allem aber die Begeisterung für die Schule und die große Freude über den Anlass: 100 Jahre Werdenfels-Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen. Mit einem würdevollen, zugleich herrlich kurzweiligen und unterhaltsamen Festakt hat das Gymnasium am Freitag den Auftakt zu den Jubiläums-Feierlichkeiten gesetzt – zu einer „rauschenden Festwoche“, wie Direktor Reinhard Bothschafter verspricht.

Botschafter stellte drei persönliche Fragen an das Werdenfels-Gymnasium in den Mittelpunkt seiner geistreichen Rede, in der er die Zuhörer immer wieder schmunzeln und herzhaft lachen ließ: Wo kommst du her? Wo stehst du heute? Wo gehst du hin? Er würdigte die Lehrer, deren Einsatz weit über das übliche Maß hinausgehe; selbst die Pensionisten arbeiteten noch nach ihrer Dienstzeit und bildeten ein verlässliches und vertrauensbildendes Gerüst. Bothschafter zeigte Verständnis für die Anliegen der Eltern, etwa wenn sie für ihre Kinder zusätzliche Ferientage beantragten, weil die Fährverbindung nach Sardinien so ungünstig sei oder der Nachwuchs als Schaf- und Ziegenhirte auf der Alm gebraucht werde. Und der Direktor rief den rund 900 Kindern und Jugendlichen zu: „Ihr erhaltet auch eine 100-jährige Schule lebendig und jung.“

„Freudig“ hatten der Elternbeirat um den Vorsitzenden Dr. Hans Ott und der Verein der Freunde des Werdenfels-Gymnasiums, Peter W. Rademacher, die jeweiligen Konten „geplündert“. Sie überreichten noch einmal einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro für die Festwoche. In einer erfrischenden Rede würdigten die Schülersprecher Minh Hoang, Luisa Geschew und Robert Porzenheim das Engagement von Schülern, Lehrer und Eltern.

Wenn Staatsminister Spaenle von dem besonderen Geist gesprochen hat – im abschließenden Bilderreigen zu der Schulgeschichte, zusammengestellt vom früheren Studiendirektor Alois Schwarzmüller und untermalt von der Bigband, wurde er für alle Besucher erlebbar. Während auf einer Leinwand also historische Daten und Bilder zu sehen waren, spielten die Musiker Melodien der 1920er und 1930er Jahre, reduzierten sie sich auf Trommelwirbel bei den Jahren des NS-Regimes, und als es mit großen Schritten in die Gegenwart ging, erschallten mit viel Verve Hits der 1980er und vergangenen Jahre. Nachher sprach mancher von „Gänsehaut-Stimmung“.

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