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Begeisternde Klarinettistin: Stephanie Schaitz.

Hochbegabte überzeugen auch bei "Jugend Musiziert"

Jahreskonzert der Musikschule: Eindrucksvolle Leistungsschau

Garmisch-Partenkirchen - Die Musikschule Garmisch-Partenkirchen zeigt beim Jahresschlusskonzert ihr breites Spektrum – Zehn Hochbegabte wurden bei „Jugend musiziert“ mit Goldener Stimmgabel ausgezeichnet

Es ist immer wieder beeindruckend, wie umfangreich das klingende Arsenal ist, mit dem die Musikschule bei ihrem Jahresschlusskonzert aufwarten kann: Gleich vier große und kleine Orchester, dazu ein paar Ensembles und mehrere ausgezeichnete Solisten mit fast 100 Schülern und Lehrern auf der Bühne waren in der vollbesetzten Aula des Werdenfels-Gymnasiums aufgeboten, um eine eindrucksvolle Leistungsschau zu bieten. Und zwar stilistisch wie immer bunt gemischt zwischen Barock und aktueller Filmmusik.

Schulleiter Helmut Kröll hatte schon eingangs dargelegt, dass auch das abgelaufene Jahr zu den sehr erfolgreichen Phasen seines Hauses zu rechnen sei: 1700 Schüler, 130 öffentliche Veranstaltungen, 20 preisgekrönte Mitwirkende bei „Jugend musiziert“. Von 78 Teilnehmern bei den Leistungsprüfungen – so viel wie noch nie – , haben immerhin zehn die „Goldene Stimmgabel“ geschafft. „Das größte Kapital unserer Schule“, sagte Kröll, „sind die Lehrkräfte und natürlich die Eltern, die mit nicht unerheblichem finanziellen und zeitlichen Aufwand ihren Kindern diesen Unterricht ermöglichen – freilich auch die Mädchen und Buben selbst.“

Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD), die in Anwesenheit von Landrat-Vertreter Martin Wohlketzetter (SPD) den jungen Leuten die 78 Stimmgabeln in Bronze, Silber und Gold überreichte, hob ebenfalls die Eltern hervor, „die ihre Sprösslinge mit viel Geduld durch manche Talsohle führen müssen. Und natürlich sind es die Kinder selbst, denn sie müssen ja schließlich auch lernen mögen“.

Den Auftakt fürs Konzert gab das mittlerweile fast professionell aufspielende 45 Mitglieder zählende Vereinte Jugendblasorchester unter Leitung von Jürgen Klier mit den größten Hits von Freddy Mercurys „Queen“. Zudem boten mehrere Solisten am Flügel, mit Klarinette, Viola, Hackbrett, Cello und Posaune eindrucksvolle und schon sehr reife Beispiele des in der Musikschule erworbenen Könnens dar. Besonders viel Beifall ernteten Stephanie Schaitz mit Johann Stamitz’ Klarinettenkonzert in B-Dur, Veronika Steinel mit der Viola und einer Dvorak-Sonatine, und schließlich die Cellistin Anjuta Bergmann mit Joseph Haydns Cellokonzert in C-Dur. Das Gitarren-Zupforchester interpretierte das berühmte englische Volkslied „Greensleves“ mit Gesang der Sopranistin Eva Güntsch.

Mit James Horners „Mask of Zorro“ begeisterte das von Kröll geleitete Jugendstreichorchester, ehe sich das temperamentvoll aufspielende große Orchester, die „Sinfonietta Werdenfels“, ebenfalls mit dem Schulchef am Dirigentenpult, nicht enden wollenden Applaus insbesondere für Elmar Bernsteins „Glorreiche Sieben“ und Klaus Badelts „Piraten der Karibik“ holte. Logisch, dass es dafür mit zwei hochbewährten „Rausschmeißern“ belohnt wurde. Nämlich dem Allzeit-Ohrwurm River-Kwai-Marsch und dem Radetzky-Marsch, den der einstige österreichische Militärmusiker Kröll wohl schon längst im Schlaf beherrscht.

Wolfgang Kaiser

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