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Präsentieren ein U-Boot aus einer Plastikflasche mit Unterwasser-Kamera: Korbinian Helm (12) und Max Jeschke (12) vom Werdenfels-Gymnasium.

107 Jugendliche gehen an den Start

Junge Tüftler schaffen sagenhafte Erfindungen 

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Landkreis - Viel haben sich die Schüler einfallen lassen: Vom aufblasbaren Flüchtlingszelt bis zur Aufklärungs-Drohne. Nun ringen sie um den Regionalsieg bei den Wettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“.

Ein selbstgebauter Projektor für alte Dias, ein Windkanal, der den Gleitflug von Flugzeugen und Vögeln simuliert, eine elektrische Katzenklappe oder eine Aufklärungs-Drohne – der Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt. 25 Teilnehmer aus Garmisch-Partenkirchen gehen dieses Jahr beim Regionalentscheid Voralpenland der Wettbewerbe „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ (Motto: „Neues kommt von Neugier“) an den Start. Insgesamt sind 107 junge Leute zwischen 9 und 21 Jahren mit 64 Projekten dabei.

Die Nachwuchstüftler aus dem Voralpenland präsentieren eine große Bandbreite an spannenden, innovativen Forschungen aus den Gebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik sowie Technik. So haben zwei 16-jährige und ein 17-jähriger Schüler des Werdenfels-Gymnasiums Garmisch-Partenkirchen Versuche und Messungen zum Betreiben einer Turbine mit alternativen Kraftstoffen unternommen. Ein 11-Jähriger des Benediktinergymnasiums Ettal hat aus Luftpolsterfolie ein aufblas- und transportierbares Zelt erstellt, das als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt werden könnte.

„Die Teilnehmer schaffen es immer wieder, ihre Arbeiten nicht nur logisch, sondern auch sehr kreativ zu gestalten“, sagt Kerstin Giebel, Patenbeauftragte von „Jugend forscht“ bei Hoerbiger. Das Schongauer Unternehmen richtet zum zwölften Mal die Wettbewerbe aus. Giebel ergänzt: „Die innovativen Ergebnisse und konstant hohen Teilnehmerzahlen am Regionalentscheid zeigen, dass es im Voralpenland zahlreiche begabte Nachwuchskräfte in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik gibt.“

Jakob Rotter (11), Florian Berger (10) aus Garmisch-Partenkirchen und Tutor Lukas Feichtner (16) aus Oberammergau gehören zu ihnen. Die drei Tüftler vom Werdenfels-Gymnasium haben eine Katzenklappe erfunden, die auf Knopfdruck funktioniert. „Das war meine Idee“, erklärt der zehnjährige Jakob stolz. „Die Katze muss eine Taste drücken, dann öffnet sich über einen Motor die Klappe automatisch.“ Ihr Unterwasser-Boot mit Kamera haben Max Jeschke, Korbinian Helm und Roman Pagila, alle zwölf Jahre alt und aus Garmisch-Partenkirchen, auf dem Eibsee getestet – das hat funktioniert. „Anfangs gab es Probleme mit dem Wiederauftauchen, die haben wir durch einen umfunktionierten Sahne-Aufschäumer gelöst“, sagt Korbinian. Während die drei jungen Erfinder zuversichtlich sind, dass am Dienstag alles klappt, wenn sie die Experimente in Schongau vorstellen, sind Martin Neuner und Christoph Rauchenberger (beide 16/Farchant) bei den letzten Probedurchläufen schier am Verzweifeln: Das Modell ihrer selbststeuernden Ampelanlage macht Probleme: „Hoffentlich finden wir den Fehler.“

Markus Baur, Lehrer am Werdenfels-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen, leitet das Projekt „Jugend forscht“ seit zehn Jahren: „Es ist toll, wenn man die Schüler für etwas begeistern kann“, sagt er. „Die meisten unserer Teilnehmer wählen nach der Schule technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge.“ Als er 2004 als Referendar der Schule ein Energiesparhaus mit Solarbetrieb in Schongau vorstellte, errang er den Regionalsieg. Ob das heuer einem seiner Teams glücken wird?

Die Präsentation

der Arbeiten von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ läuft am morgigen Dienstag sowie am Mittwoch, 24. Februar, in der Lechsporthalle Schongau. Die Ausstellung ist am Dienstag von 10.30 Uhr bis 17 Uhr sowie am Mittwoch von 10.30 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Die Siegerehrung findet dann am Mittwoch ab 15 Uhr in der Schlossberghalle Peiting statt.

Die Gewinner des Regionalwettbewerbs qualifizieren sich für die bayerischen Landeswettbewerbe. Diese finden von 4. bis 7. April in München („Jugend forscht“) sowie von 18. bis 19. April in Dingolfing („Schüler experimentieren“) statt. Den Abschluss bildet das Bundesfinale in Paderborn.

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