Auf jahrzehntealten Geräten turnen die Großweiler Kinder auf dem öffentlichen Spielplatz herum. Reckstange und Co. werden regelmäßig auf ihre Sicherheit überprüft. foto: nau

Jugendförderverein setzt sich für neuen Spielplatz ein

Großweil - Die Geräte auf dem Großweiler Spielplatz sind jahrhundertealt. Der Jugendförderverein setzt sich für einen neuen ein. Auf ihr Konzept reagierten die Gemeinderäte aber skeptisch.

Der Rost blättert seit einigen Jahren von den Schaukeln und der Wippe. Die bunten Farben der Reckstangen sind verblasst, und in den stets offenen Sandkasten lassen viele Mütter ihre Kinder schon lange nicht mehr rein. Aus Angst vor Katzenkot und Co.

Keine Frage: Der öffentliche Spielplatz gegenüber dem Freibad neben dem Kindergarten hat seine besten Tage hinter sich. Das ist Bürgermeister Manfred Sporer (CSU) bewusst. „Die Schaukel ist sehr alt. Auch die Wippe und die Reckstangen.“ 30 Jahre könnten diese Geräte schon stehen. Der Großweiler Jugendförderverein Tausendfüssler möchte einen neuen, naturnahen Spielplatz auf dem Gelände des Sportplatzes errichten. Ihr Konzept stellten die Mitglieder den Gemeinderäten vor. Es stieß allerdings auf Gegenwind, berichtet Sporer.

„Bisher gibt es keinen gemeinsamen Nenner. Innerhalb der Gemeinde gibt es Befürworter und Skeptiker“, bilanziert Sporer die Diskussion und betont, dass er selbst den Wunsch nach neuem, modernerem Spielgerät grundsätzlich befürwortet. „Auch der vorgeschlagene Platz wäre geeignet.“ Keine Zustimmung seitens der Räte fand unter anderem das vom Verein vorgelegte Finanzierungskonzept. Das sieht laut Sporer vor, dass der Verein Platzanlage und Geräte-Kauf mittels Sponsoren finanziert. „Das sehen die Räte skeptisch.“ Der Verein soll sich nun noch einmal detailliertere Gedanken über Finanzierung und Planung machen, dann werde man weiterreden. „Eine grundsätzlich ablehnende Haltung und ein klares Nein existieren nicht.“ Der Verein wollte sich zu den Diskussionen nicht äußern. (fn)

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