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Zerzaust vom Regen: Die jungen Störche stehen am Montagvormittag in ihrem Horst. Der Vater fliegt gerade vom Nest zum Nebenschornstein.

Die Kleinen trainieren nun ihre Flugfähigkeit

Junge Störche überstehen kritische Phasen

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Murnau - Allen Befürchtungen zum Trotz haben die jungen Weißstörche in Murnau das Gröbste hinter sich. Die Witterung hat dem Nachwuchs allerdings zugesetzt. Er hinkt in der Entwicklung hinterher.

Die jungen Murnauer Weißstörche sind wohl aus dem Gröbsten heraus: Die beiden Tiere, die eine erste Kälte- und Regenphase überlebten, der ein drittes Küken Ende Mai zum Opfer gefallen war, haben die teilweise schwierigen Witterungsverhältnisse der vergangenen Wochen allen Befürchtungen zum Trotz überstanden. Auch jener Weißstorch, der zwischenzeitlich als Sorgenkind gegolten hatte, befinde sich „in einem relativ guten Zustand“, sagt Michael Schödl, Geschäftsführer der Regionalgruppe Garmisch-Partenkirchen/Weilheim-Schongau des Landesbunds für Vogelschutz (LBV). „Hier können wir etwas Entwarnung geben.“

Allerdings gewann Schödl den Eindruck, dass vor allem dieses zartere Junge „in der Entwicklung ein bisserl hinterher ist – auch durch die Witterung“. Der Biologe aus Ohlstadt geht davon aus, dass die Kleinen noch etwa zwei Wochen brauchen werden, bis sie in der Lage sind, das Nest zu verlassen. Hätten Bilderbuch-Bedingungen geherrscht, wäre damit bereits Anfang Juli zu rechnen gewesen – zwei Monate, nachdem die Küken auf dem Kamin der Emanuel-von-Seidl-Grundschule geschlüpft sind.

Mittlerweile kommt bei den Jungstörchen das Jugendgefieder voll durch, das besser vor Regen und Kälte schützt als die Baby-Daunen. „Jetzt geht es für sie darum, Flugfähigkeit zu erlangen, dafür trainieren sie“, sagt Schödl.

Interessierte konnten das Spektakel gestern zum letzten Mal bei einer LBV-Führung mit Monika Gisela Klas durch ein Spektiv verfolgen. „Das Wetter war bei diesen Terminen fast immer schlecht, aber die Leute haben sich nicht abhalten lassen“, sagt Klas, die überschaubaren, aber sehr interessierten Gruppen das Leben der Murnauer Störche nahebrachte. Sie beobachtete zuletzt, dass das kleinere Junge zunehmend den Kampf ums Futter aufnimmt. Eine Gefahr stellen nun Fremdstörche dar, die keinen Nachwuchs bekommen haben und umherziehen. Nicht ausgeschlossen, dass der eine oder andere das Nest zu attackieren versucht.

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