Schwieriger Einsatz für die Feuerwehr: Die Holzverkleidung im Bereich des Kachelofens muss aufgeschnitten werden, um die Glutnester löschen zu können. Foto: Feuerwehr

Kachelofen löst Schwelbrand aus: Familie flüchtet

Uffing - Mit dem Schrecken davon gekommen ist eine Uffinger Familie. In ihrem Haus entstand ein gefährlicher Schwelbrand.

Mitten in der Nacht auf Dienstag gegen 23.30 Uhr - der 27-jährige Vater, die 32-jährige Mutter und ihr einjähriger Sohn schliefen bereits - schlug in dem Einfamilienhaus in der Uffinger Willingstraße der Rauchmelder Alarm. Der Grund: In der Wand im Bereich des Kachelofens, der im Wohnzimmer im Erdgeschoss steht, war ein gefährlicher Schwelbrand ausgebrochen. Dieser drohte, das Holzhaus zu erfassen. Glücklicherweise konnte die Familie das Gebäude verlassen. Verletzt wurde niemand. Aus Feuerwehrkreisen ist zu hören, dass der Rauchmelder Schlimmeres verhindert hat.

Der Brand löste einen Großalarm der Feuerwehr aus. Die Wehren aus Uffing, Schöffau, Murnau und Seehausen waren vor Ort. Hinzu kamen Polizei, Bayerisches Rotes Kreuz und die Schnelle Einsatzgruppe der Wasserwacht. Insgesamt dürfte es sich um rund 100 Rettungskräfte mit etlichen Fahrzeugen gehandelt haben.

Für die Brandbekämpfer war es keine leichte Aufgabe: Laut Jakob Pantele, Kommandant der Uffinger Wehr, musste die Holzverkleidung der Wände und der Decke im Bereich des Kachelofens mit Motorsägen und Spezialwerkzeugen aufgeschnitten werden. Mithilfe einer Wärmebildkamera konnten dann die Glutnester gefunden und gelöscht werden. Der Einsatz dauerte bis gegen 2 Uhr.

Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 30 000 Euro. Die genaue Summe wird wohl ein Gutachter feststellen müssen. Nicht geklärt ist, wie genau der Brand entstehen konnte. Möglicherweise, so wird bei der Feuerwehr spekuliert, wurde der Kachelofen zu heiß. Oder dieser hatte kleine Risse, aus denen das Feuer austreten konnte.(as)

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