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Der Stein des Anstoßes: der Rettungsweg, der zur Empörung etlicher Badegäste bei laufendem Betrieb und schönstem Wetter von Bauhof-Mitarbeitern saniert wurde.

Sanierung des Rettungsweges

Kainzenbad: Baulärm sorgt für Ärger

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Garmisch-Partenkirchen - Das Klinikum muss erreichbar sein. Immer. Wenn etwas passiert, ist es entscheidend, dass Patienten schnell versorgt werden. Ist die Auenstraße gesperrt, fahren die Krankenwagen durchs Kainzenbad. Zum Ärger vieler Gäste wurde diese Verbindung bei laufendem Betrieb saniert.

Ein erfrischendes Bad, entspannte Stunden auf der Liegewiese, ein netter Ratsch – das Kainzenbad ist gerade bei Einheimischen sehr beliebt. Immer wieder wird ihr Freizeitvergnügen aber getrübt. Von der Gemeinde. Waren es zu Beginn der Saison ein monatelang nicht beseitigter Hangrutsch, schlecht gepflegte Grünanlagen und Algen im abgestandenen Wasser, so brachten jetzt die Arbeiten auf der Eckbauer-Seite des Beckens die Badegäste auf die Palme. Fünf Tage waren die Mitarbeiter des Garmisch-Partenkirchner Bauhofs damit beschäftigt, den sanierungsbedürftigen Rettungsweg wieder zu befestigen. Und das ausgerechnet in der schönsten Augustwoche. Bei strahlendem Sonnenschein und heißen Temperaturen waren unzählige Garmisch-Partenkirchner und Urlauber in das Naturfreibad geströmt – und litten unter dem Baulärm. Die Liegefläche, die gerne von ruhebedürftigen Gästen genutzt wird, musste einer Sandpiste weichen. „Unmöglich“, empört sich eine Einheimische, die jedes Jahr im Kainzenbad ist. „Warum kann man das nicht nach der Saison machen?“

Klagen, für die Rathaussprecher Florian Nöbauer nur bedingt Verständnis aufbringt. Zwar schließt die Anlage nach den Sommerferien zum 13. September, aber diese drei Wochen „hätten wir nicht mehr warten können“. Die Arbeiten an besagtem Weg waren aus Sicherheitsgründen unumgänglich. „Das Klinikum muss erreichbar sein, wenn die Auenstraße nicht befahrbar ist“, verdeutlicht er das Dilemma. Die Verbindung von der Sommerrodelbahn über das Bad hinter dem Eisstockplatz vorbei zum Krankenhaus „war schon immer als Rettungsweg ausgewiesen“. Nachdem das Gelände nun sehr morastig war und die Gefahr bestand, dass ein Krankenwagen im Notfall stecken bleibt, habe die Gemeinde handeln müssen. „Schließlich ist die Kommune dran, wenn etwas passiert“, unterstreicht Nöbauer. Dazu kommt, „dass die Arbeiten auch erledigt werden müssen, wenn das Wetter passt und die Leute zur Verfügung stehen“.

Argumente, die wiederum etliche Badegäste nicht nachvollziehen können. Offizielle Beschwerden seien kaum eingegangen, berichtet der Rathaussprecher. Im Bad selber war die Empörung allerdings groß. Auch darüber, dass auf der Eckbauer-Seite derzeit niemand seine Ruhe findet, weil dort anstatt der Grünfläche eine Sandpiste zu finden ist. „Wiese war das aber noch nie, sondern ein Magerrasen“, schränkt Nöbauer ein. Und dazu werde der Bereich wieder, wenn erst Löwenzahn und dann Gras darauf wachsen. Zumindest solange, bis der Rettungsweg wieder einer Sanierung bedarf.

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