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Drei Kühe sind ihrem Halter vor einiger Zeit entlaufen. Jetzt wurden sie von einem Zug erfasst - zwei Tiere starben.

Unfall am Dienstagabend

Zug fährt drei Kälber an - Eines der Tiere ist verschwunden

Schon vor einiger Zeit sind drei Kühe ihrem Halter entlaufen. Jetzt wurden sie nahe Kaltenbrunn von einem Zug angefahren - zwei Tiere starben bei dem Unfall.

Update, 15. August, 17.50 Uhr: 

Garmisch-Partenkirchen – Er hat’s fast kommen sehen. Befürchtet, dass die Polizei bei ihm anruft. Am Dienstagabend klingelte nun bei Johann Grasecker das Telefon. Ein Beamter überbrachte ihm die Nachricht, dass seine drei Kälber von einem Zug erfasst worden waren. Etwa 150 Meter vom unbeschrankten Wamberger Bahnübergang entfernt. Zwei der Tiere starben, eines der jungen Angusrinder flüchtete nach dem Unfall. Wo es sich aufhält, ob es noch lebt – bislang unklar. 

„Wir waren nicht überrascht“, sagt der 68-Jährige aus Hintergraseck. Das Vieh war im April dieses Jahres davongelaufen, „wild geworden“. Zwar wusste Grasegger in der Regel, wo sich die Kälber – das Jüngste war etwa acht Monate alt – ungefähr aufhielten, nur sie einzufangen sei so gut wie unmöglich gewesen. Die Tiere kamen auf der Weide zur Welt, kannten keinen Stall und waren überaus scheu. Näherte man sich ihnen auf 100 Meter, sagt Grasegger, ergriffen sie die Flucht. 

Menschen werden beim Aufprall nicht verletzt

Der Eigentümer vermutet, dass die Kälber im Wald von Schwammerlsuchern aufgescheucht worden waren. Gegen 18.55 Uhr kam es schließlich zu dem Unfall, weil die Tiere auf dem Gleis standen. Wie es von Seiten der Polizei heißt, zogen sich durch den Aufprall weder Lokführer und Zugbegleiter noch die 19 Fahrgäste Verletzungen zu. Anders sah’s bei den Tieren aus: Eines der Angusrinder wurde vom Triebwagen überrollt und starb, ein weiteres musste ein Beamter von seinem Leid erlösen. Das dritte Kalb flüchtete ins angrenzende Waldstück und konnte aufgrund des extrem unwegsamen Geländes nicht eingefangen werden. 

Für die Suche ist der Tierhalter zuständig, „weil keine Gefahr für den Verkehr mehr besteht“, erklärt Hauptkommissar Martin Eitzenberger. Wo sich das Kalb befindet, weiß Grasegger aber nicht. Er geht davon aus, dass Wanderer es irgendwann entdecken. Während des Einsatzes, zu dem neben der Polizei auch der Rettungsdienst und die Feuerwehr Partenkirchen ausgerückt waren, stand der Zug für 15 Minuten still. Ersten Erkenntnissen zufolge entstand an ihm kein Schaden und er konnte seinen Weg nach Mittenwald fortsetzen. Weitere Züge entfielen bis 21 Uhr, die Bahn stellte auf Schienenersatzverkehr um. Auch die B2 musste wegen der Suche nach dem flüchtigen Kalb kurzzeitig gesperrt werden.

Kaltenbrunn - Ein Zug hat in Oberbayern gleich drei entlaufene Kühe frontal angefahren. Eine von ihnen wurde vom Triebwagen überrollt und verendete anschließend, eine zweite Kuh musste ein Polizist aufgrund ihrer Verletzung erschießen. 

Weder das Zugpersonal noch die 19 Fahrgäste seien bei dem Aufprall verletzt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald war deswegen am Dienstagabend etwa zwei Stunden gesperrt.

Kaltenbrunn: Kühe waren schon vor längerer Zeit entlaufen

Schon vor längerer Zeit seien die drei Rinder ihrem Halter entlaufen, hieß es von der Polizei. Die dritte Kuh sei nach dem Unfall nahe Kaltenbrunn im Landkreis Garmisch-Partenkirchen vermutlich in ein angrenzendes Waldstück geflohen und werde weiter vermisst. Der Zug konnte seine Fahrt fortsetzen.

dpa

Gut drei Monate lang hat eine entlaufene Kuh ihr Leben in der freien niederbayerischen Natur verbracht - nun ist „Büxi“ gefasst. Vor drei Monaten ist im Kreis Landshut eine Kuh ausgerissen. Seither versteckt sie sich im Wald. Wird die Kuh nicht gefunden, könnte es für sie gefährlich werden. Auf dem Weg zum Schlachter ist in Türkenfeld in der Nähe der S-Bahn ein Angus-Rind ausgebüxt. Am Ende musste die Polizei das Tier erschießen.

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