1. Startseite
  2. Lokales
  3. Garmisch-Partenkirchen

Kampf David gegen Goliath

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Gewählt: Der alte und neue Vorsitzende Rudolf Nützel (l.) schart die Vorstandsmitglieder um sich. Neben ihm stehen Deniz Göcen, Uwe Kroeker und Guntram Gattner, dahinter (v.l.) Marilen Strobel, Miklós Takács, Bärbel Daiber und Kreisvorsitzender Axel Doering. Hinten haben sich (v.l.) Barbara Wehrmann, Christine Wiggers und Irene Verhage aufgestellt.  Foto: Lory
Gewählt: Der alte und neue Vorsitzende Rudolf Nützel (l.) schart die Vorstandsmitglieder um sich. Neben ihm stehen Deniz Göcen, Uwe Kroeker und Guntram Gattner, dahinter (v.l.) Marilen Strobel, Miklós Takács, Bärbel Daiber und Kreisvorsitzender Axel Doering. Hinten haben sich (v.l.) Barbara Wehrmann, Christine Wiggers und Irene Verhage aufgestellt. Foto: Lory

Murnau - Der Bund Naturschutz in Murnau macht mobil gegen Olympia 2018 und ruft dazu auf, sich gegen das Großereignis auszusprechen.

Rudolf Nützel bleibt an der Spitze der Bund Naturschutz-Ortsgruppe Murnau mit Umgebung (BN). Der in Seehausen lebende Forstwirt wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung in der Burgklause im Amt bestätigt. Eines der Themen war der anstehende Bürgerentscheid in Sachen Olympia 2018.

Nützel kündigte an, dass für Anfang Mai eine ganzseitige Zeitungsanzeige geplant sei. Die Aktion wurde von mehreren Organisationen initiiert. Es ist anvisiert, dass sich auf der Seite hundert Landkreis-Bürger für das Nolympia-Begehren aussprechen. Am 8. Mai findet in Garmisch-Partenkirchen der Bürgerentscheid über die Bewerbung statt. „Wir brauchen jede Unterstützung“, betonte Axel Doering, BN-Kreisvorsitzender und Kopf der Olympia-Gegner. Er sprach von einem „Kampf David gegen Goliath“ und erwartet im Vorfeld „eine ziemliche Materialschlacht“. Man habe Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) an die Neutralitätspflicht erinnert. „Die Gemeinde darf nicht für Olympia werben“, betonte Doering.

Rund einen Monat später am 6.Juni fällt der Zuschlag für die Winterspiele 2018. „Hoffentlich ist der Spuk dann zu Ende“, sagte Doering. Nützel dankte ihm, „dass du den Kopf hinhältst. Wir wollen nicht fremdbestimmt werden vom IOC.“ Beisitzerin Barbara Wehrmann merkte an, dass auch Olympia-Befürworter im Bund Naturschutz willkommen seien. „Sie sollten nicht wegen einer einzigen Frage mit dem BN hadern.“

Die Neuwahlen brachten keine großen Ver-änderungen. Rudolf Nützel wurde mit 16 Ja-Stimmen (eine ungültig, eine Enthaltung) im Amt bestätigt. Er ist seit 2007 BN-Chef. Uwe Kroeker fungiert weiterhin als Vize-Vorsitzender. Neue Schriftführerin ist Beate Zwingers. Sie löst Stephan Wege ab, der aus privaten Gründen ausschied. Die Kasse betreut weiterhin Guntram Gattner. Zudem wurden folgende Beisitzer gewählt: Barbara Wehrmann, Miklós Takács, Marilen Strobel, Irene Verhage, Bärbel Daiber, Deniz Göcen sowie Christine Wiggers. Momentan hat die Ortsgruppe 21 000 Euro auf der hohen Kante. „Wir können uns also weiterhin noch etwas leisten“, sagte Nützel. Hauptziel der Organisation sei nach wie vor, Bayerns Schönheit zu bewahren.

Die Aktivitäten der Ortsgruppe waren im vergangenen Jahr wieder breit gefächert. Dazu gehörten eine Kröten-Aktion in Kalkofen, die Besichtigung des neuen Murnauer Trinkwasser-Hochbehälters, eine botanische Wanderung am Aidlinger Höhenrücken sowie eine Exkursion zu den Auerochsen auf die Insel Wörth. Peter Strohwasser, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde in Garmisch-Partenkirchen, informierte die BN-Mitglieder an dem Abend über das Moosprojekt. (roy)

Auch interessant

Kommentare