+
Vorgänger und Nachfolgerin: Matthias Kratz (l.) und Lisa Loth.

Drei Themen liegen besonders am Herzen

KEG: Neue Regionalmanagerin an Bord 

  • schließen

Garmisch-Partenkirchen - Personalwechsel bei der KEG: Lisa Loth tritt in die Fußstapfen von Matthias Kratz und übernimmt sein Amt als Regionalmanager. Und die Nachfolgerin hat sich schon erste Ziele gesetzt. 

Fünf Jahre der Anschubphase sind vorbei: Nun sieht die Kreisentwicklungsgesellschaft (KEG) neuen Zielen entgegen und wird ab dem kommenden Jahr eine dreijährige Projektphase einleiten. Neben dieser Aufgabenveränderung gibt es auch einen personellen Wechsel: Matthias Kratz übergibt sein Amt als Regionalmanager an Lisa Loth, die ihm bislang als Assistenzkraft zur Seite stand. „Der Zeitpunkt für diesen Personalwechsel ist ideal“, meint Kratz.

Das große Ziel der Kratz-Nachfolgerin ist es, „der Öffentlichkeit zu zeigen, was wir eigentlich genau machen.“ Das, meinte die Hannoveranerin, habe in der Vergangenheit zu wenig Beachtung gefunden. Drei Themen lägen der KEG in den kommenden Jahren besonders am Herzen: Das Radwege-Netz soll ausgebaut und erweitert, die Beschilderung an Übergängen verbessert und Lücken geschlossen werden. Zweiter Schwerpunkt sei das Murnauer Werdenfelser Rind, das vom Aussterben bedroht sei. Man wolle die Zucht und Milch-Vermarktung dieser robusten, genügsamen und gebirgstauglichen Rasse, die vorzügliches Fleisch und erstklassige Milch liefere, fördern. Und außerdem will man die Gewerbeflächen für Unternehmen attraktiver gestalten. „Da schweben uns drei Modelle vor“, verrät die studierte Wirtschafts-Geographin. „Wir wollen eine innovative Flächenwerkstatt gründen, in der Kreative im Wechsel bei günstiger Miete ihre Produkte anbieten und verkaufen und dabei testen können, ob ihr Gewerbe überhaupt eine Zukunft hat.“ 

In den größeren Gemeinden wie Murnau und Garmisch-Partenkirchen, aber auch im ländlichen Raum will die KEG neue Gewerbeflächen schaffen und andererseits bestimmte Branchen fördern und ansprechen. Die Mutter eines knapp zweijährigen Sohnes, die künftig 25 Stunden in der Woche in den KEG-Geschäftsräumen in der Burgstraße tätig sein wird, freut sich darüber, dass mit dem Beginn der Projekt-Förderung endlich für den Bürger transparenter werde, was die KEG eigentlich tue.

Landrat Anton Speer (Freie Wähler) ist sich sicher, dass mit Loth viel Neues entstehen wird. „Der Anfang ist gemacht, die Früchte werden wir in ein paar Jahren ernten.“

Die Geschäftsführung der KEG, die in Kürze den Namen „Zugspitzregion GmbH“ führen wird, liegt künftig beim jetzigen Geschäftsführer Günter Hopfensberger und einem Wirtschaftsförderer, den das Landratsamt zum 1. Januar 2016 einstellen wird. „Wir werden uns weiterhin für eine gemeinsame Arbeit im Landkreis stark machen, Gemeinde- und Kirchturmdenken darf es nicht mehr geben“, fasst Hopfensberger, seit knapp 40 Jahren im Landratsamt tätig, das Ziel der KEG zusammen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„... an Corona verrecken“: Landrat bekommt Drohbriefe wegen Thailand-König in Garmischer Hotel
Der Aufenthalt von Thailands König in Garmisch-Partenkirchen bewegt viele Menschen - und manche sind richtig wütend. Landrat Anton Speer bekommt das zu spüren.
„... an Corona verrecken“: Landrat bekommt Drohbriefe wegen Thailand-König in Garmischer Hotel
„Pseudo-Campingplätze“: Wohnmobile verstopfen Urlaubsdorf - Ansturm seit Corona-Lockerungen
Drängen zu Beginn der Pfingstferien tausende Urlauber mit Wohnmobilen ins Obere Isartal? Das Urlaubsdorf Krün macht diese Aussicht Sorgen. Die Gemeinde trifft …
„Pseudo-Campingplätze“: Wohnmobile verstopfen Urlaubsdorf - Ansturm seit Corona-Lockerungen
Ausflügler-Ansturm aus München überrollt Ohlstadt - Anwohnerin entsetzt über Verhalten: „Absolute Arroganz...“
Ohlstadt ist ein beliebtes Ziel von Bergfreunden. Dort beginnen sie Touren ins Heimgartengebiet. Doch der Ausflugs-Ansturm infolge der Corona-Lockerungen übertraf alles …
Ausflügler-Ansturm aus München überrollt Ohlstadt - Anwohnerin entsetzt über Verhalten: „Absolute Arroganz...“
Todesurteil für sechs Bäume: Bürger beklagt sich über Fällungen
Er kann es nicht verstehen, warum sie weichen mussten: Sechs Bäume wurden in Bad Bayersoien gefällt - ganz zum Unmut des Bürgers. Die Rathauschefin bezieht Stellung. 
Todesurteil für sechs Bäume: Bürger beklagt sich über Fällungen

Kommentare