Zimmerbrand in Schöffau

Drei Feuerwehrmänner kommen in Klinik

Schöffau - Beim Brand in einem Schöffauer Mehrfamilienhaus sind die Bewohner am Montagabend mit dem Schrecken davongekommen: Rettungskräfte holten aus den oberen Geschossen drei Menschen mit einer Leiter von den Balkonen. Sie befanden sich nicht in akuter Gefahr. Drei Feuerwehrmänner kamen in die Klinik.

Die Einsatzkräfte aus Schöffau erlitten bei den Löscharbeiten nach Angaben der Polizei leichte Rauchvergiftungen.

Den Brand löste nach Angaben der Polizei offensichtlich ein größeres Kerzengesteck aus, das eine 62-jährige Frau zwei Stunden lang unbeaufsichtigt in ihrem Wohnzimmer im Parterre des Gebäudes an der Dorfstraße habe brennen lassen. Der Schaden beläuft sich auf rund 40 000 bis 50 000 Euro.

Die 62-Jährige bemerkte das Feuer selbst, als sie nach Hause kam: Sie sah sich mit einem Wohnzimmerbrand konfrontiert, der sich rasch ausbreitete. Da man nach der Alarmierung gegen 19.30 Uhr zunächst von einem Feuer im Gasthaus Lieberwirth ausgegangen war – die Flammen loderten allerdings im Haus gegenüber –, rückten nach Angaben von Kreisbrandinspektor Herbert Maurus insgesamt 90 Kräfte der Feuerwehren Schöffau, Uffing, Murnau und Bad Bayersoien zu einem Großeinsatz aus. Etwa zwei Drittel von ihnen blieben überwiegend in Bereitschaft. Das Feuer, sagt Maurus, sei „nach zehn Minuten gelöscht gewesen“, nach etwa eineinhalb Stunden waren die Kräfte wieder abgerückt.

Die weiteren Hausbewohner, so Maurus, bemerkten den Brand erst, als sie die Türen zum verrauchten Treppenhaus geöffnet hatten. Ihre Räume blieben verschont. Anders die Wohnung im Parterre: Sie muss nun renoviert werden. Durch die immense Hitzeentwicklung platzte im Wohnzimmer unter anderem der Putz von Wänden und Decke, auch die Elektrik nahm Schaden. Der Feuerwehr-Einsatz lief offenbar mit leichter Verzögerung an: Die 62-jährige Betroffene hatte, so Maurus, zunächst die Schöffauer Sirenentaste gedrückt und dann einen örtlichen Feuerwehr-Vertreter zu kontaktieren versucht. Erst in der Folge kam die Leitstelle mit ins Spiel.

Silke Jandretzki

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