Heftige Explosion in Wohnhaus: Foto zeigt Ausmaß der Katastrophe - Mann und Kind weiter verschüttet

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Hereinspaziert: Direktor Ralf Havelka begrüßt die Kinder zum ersten Schultag im neuen Schulhaus.

Kinder und Lehrer glücklich

Neues Realschulgebäude: Endlich startet der Unterricht

Murnau - Es dauerte am Montagmorgen nur wenige Minuten, da hatten Murnaus Realschüler ihr neues Schulgebäude an der Weindorfer Straße lautstark in Beschlag genommen.

Im Zuge einer Art Schnitzeljagd durften die rund 330 Kinder das viergeschossige Gebäude, das in einer Rekordbauzeit von eineinhalb Jahren errichtet worden war, erkunden. Auch wenn nach dem Umzug Ende vergangener Woche noch einige Rest- und Einräumarbeiten zu erledigen sind, konnte der Unterricht wie geplant aufgenommen werden - ein Meilenstein für den Schulstandort Murnau.

Bei der Versammlung in der Aula war die Freude bei allen Beteiligten riesengroß: „Heute ist einer der schönsten Tage in meinem Leben, zumindest der schönste in meinem Berufsleben“, meinte Direktor Ralf Havelka - nachdem, passend zur Stimmung, der Gute-Laune-Hit „Happy“ (Pharrell Williams) die Lautsprecheranlage eingeweiht hatte. Als der Chefpädagoge seine Schützlinge fragte, ob sie denn mit dem Domizil zufrieden seien, gingen alle Daumen nach oben.

„Es ist alles so schön neu“, meinte auf Tagblatt-Nachfrage etwa Martin aus der 8c. Und sein Klassenkamerad Daniele fügte hinzu: „Es ist schon etwas Besonderes, dass wir die ersten sind.“ Das etwa 25-köpfige Lehrerkollegium sieht es nicht anders. „Am schönsten ist, dass wir alle unter einem Dach sind“, betonte Carolin Stucke in Anspielung auf die Platzprobleme, unter denen bislang die 2011 genehmigte Realschule litt, die sich im Aufbau befindet. Der Unterricht war auf mehrere Standorte verteilt, fand in provisorischen Containern, an der Mittelschule und am Staffelsee-Gymnasium statt - nicht gerade ideale Bedingungen. Doch damit ist jetzt Schluss, die Schulgemeinschaft ist endlich vereint. „Das ist ein Quantensprung“, sagte Havelka. „Das ist ein sehr wertiges Haus. Wir haben nichts auszusetzen.“

In der Tat macht das Bauwerk einen modernen und soliden Eindruck. Es wurde auf Funktionalität, technische Feinheiten und eine Wohlfühlatmosphäre geachtet. Ins Auge fallen der Lichthof in der Mitte des quaderförmigen Komplexes, die großen, hellen Fenster, die geräumige Aula mit einer Sitztreppe und die wiederkehrenden Materialien. Dazu zählen die Sichtbetonwände, die Verschalungen, Schrankwände und Türen aus Lärchenholz sowie die Steinböden.

Raummangel dürfte jetzt ein Fremdwort sein. Neben den rund 30 Zimmern für den Klassen- und Fachunterricht stehen zahlreiche Funktionsräume zur Verfügung. Besonders stolz ist Havelka auf die hochwertige Ausstattung. Diese reicht von professionellen Werkzeugen in den Werkräumen über moderne Computer-Arbeitsplätze bis hin zu Experimentierkästen für die Naturwissenschaften. In den Klassenzimmern kommen moderne und konventionelle Elemente zum Einsatz. So sind dort Computer, Dokumentenkameras und Beamer ebenso zu finden wie traditionelle Kreidetafeln. Hinzu kommen nützliche Details, ob die mobilen Wände des Mehrzweckraums, Schließfächer, in denen die Schüler ihre Siebensachen verstauen können, oder ein Flatscreen, auf dem Unterrichtsvertretungen angezeigt werden.

Das Großprojekt Realschulbau, für den der Landkreis als Sachaufwandsträger zuständig ist, ist noch nicht abgeschlossen. Es folgt Bauabschnitt zwei - mit einem Erweiterungsbau, einer Mensa und einer Zweifachturnhalle. Im Frühsommer 2016 soll alles fertig sein. Die Gesamtkosten (inklusive Grunderwerb) belaufen sich auf rund 21 Millionen Euro. (as)

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