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Wo jetzt der Eingang zum Kindergarten ist, wird ein Gebäudeteil angebaut. Es entsteht ein neue Krippenraum.

Baubeginn für 2017 geplant

Mehr Platz im Bad Kohlgruber Kindergarten

Bad Kohlgrub - Grünes Licht vom Gemeinderat: Der Bad Kohlgruber Kindergarten wird saniert und erweitert. Die Kosten liegen bei rund zwei Millionen Euro.

Der Bad Kohlgruber Kindergarten St. Martin wird saniert und erweitert. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen, den entsprechenden Vorentwurf des Architekturbüros Steinert aus Garmisch-Partenkirchen anzunehmen. Auf zwei Millionen Euro werden die Kosten geschätzt. Bürgermeister Karl-Heinz Reichert rechnet mit insgesamt 630.000 Euro Fördermitteln.

Die Planung stellt die Architekten vor eine Herausforderung, weil die Grundstückssituation beengt ist und der Garten in seiner vollen Größe erhalten bleiben soll. An das Hauptgebäude könne eigentlich nur nach Westen hin ein Gebäudeteil angebaut werden, erklärte Architekt Eberhard Steinert. Seiner Ansicht nach die beste Lösung ist es, das jetzige Satteldach bis über den Anbau zu verlängern. An den Haupteingang mit Windfang schließt sich innen ein neuer Gruppenraum für die Krippenkinder an.

Derzeit muss für die Kleinsten räumlich improvisiert werden. Und das stellt das Personal zu bestimmten Tageszeiten vor Probleme. Die beiden Kindergartengruppenräume sind in ihrer Größe von 60 Quadratmetern angemessen und bleiben im Wesentlichen bestehen. Im alten Gebäudeteil wird es Verbesserungen und Erneuerungen geben, etwa ein durchgehendes Oberlicht. Die sanitären Anlagen werden saniert, die Garderoben wird verlegt, weil es in dem langen Flur oft zu eng ist. „Das Erscheinungsbild des Gebäudes verändert sich nicht, es wird eher der alte Kindergarten im neuen Kleid“, sagte Steinert.

Zur Gartenseite hin hat er eine Überdachung geplant – als Schattenspender und Außenfläche auch bei Regenwetter. Mit dieser Idee konnten sich jedoch nicht alle Gemeinderäte anfreunden, weil es drinnen dann dunkler wird. „Mir wäre es lieber, wenn wir über die Dachform noch einmal nachdenken“, meinte Georg Doll (CSU). „Wir können mit dem Entwurf leben“, war letztlich von allen Parteien zu hören. Die Architekten haben jetzt die Aufgabe, eine Entwurfsplanung zu entwickeln. Nach dem Willen der Ratsmitglieder soll 2017 mit dem Bau begonnen werden. Reichert ist von der Notwendigkeit überzeugt: „Seit 40 Jahren ist am Kindergarten nichts mehr getan worden. Für unseren Ort ist das Angebot sehr wichtig.“

 

Juliane Klieser

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