Die Besetzung des neuen Fördervereins: (v. l.) Schatzmeister Uwe Meier, Kassenprüferin Karin Trommsdorff, Beisitzer Bernd Eberle, Vorsitzende Stephanie Giefer, Kassenprüferin Ulrike Büdke und Zweiter Vorstitzender Heinz Kaltenbach.
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Die Besetzung des neuen Fördervereins: (v. l.) Schatzmeister Uwe Meier, Kassenprüferin Karin Trommsdorff, Beisitzer Bernd Eberle, Vorsitzende Stephanie Giefer, Kassenprüferin Ulrike Büdke und Zweiter Vorstitzender Heinz Kaltenbach.

Immobilie in Aussicht

Förderverein für neues Kinderheim gegründet

Mittenwald -  Die Gemeinde Mittenwald soll wieder ein Kinderheim bekommen – ein Förderverein zur Realisierung wurde nun gegründet. Und auch ein Standort für das geplante „Mauganest“ scheint schon gefunden worden zu sein.

Christiane Hertkorn ist glücklich. Denn bald schon wird sie Kinder glücklich machen können. „Wir haben eine passende Immobilie in Aussicht“, berichtet die Psychologin. Gemeint ist ein perfektes Haus für ihre„Mauganest“-Pläne, ein heilpädagogisches Zentrum für Buben und Mädchen aus dem Landkreis. Es wäre alles da, was die künftige Heimleiterin für ihre Arbeit braucht. „Viel Platz und sehr gepflegt, ein Haus mit Wohlfühlcharakter“, beschreibt sie das zentrumsnahe Objekt. Wo genau es ist, will sie aber noch nicht verraten. Zuerst soll noch das grüne Licht vom Landratsamt abgewartet werden, welche ihnen im Verlauf der nächsten Wochen erst eine Betriebserlaubnis erteilen muss. Doch die Aussichten sind sehr gut: „Das Landratsamt hat großes Interesse an dieser Einrichtung in Mittenwald.“

Das ehemalige Kinderheim am Schmalensee ist für den am Freitag neu gegründeten Förderverein keine Option mehr gewesen. „ Wir hätten es kaufen und renovieren müssen“, erklärt die Psychologin. Zudem wäre die Anbindung nach Mittenwald aufgrund der Abgeschiedenheit am Schmalensee problematisch. „Wir hätten dann einen Shuttle-Bus oder ähnliches gebraucht“, um die Kinder in die Schule et cetera zu schicken.

Standort des Kinderheims wird im Mai bekannt gegeben

Der Förderverein „in.puncto Zukunft“ wurde mit 15 Gründungsmitgliedern im Gasthof Postkeller vergangenen Freitag ins Leben gerufen. Vorsitzende ist Stephanie Giefer, Lehrerin an der Christopherusschule in Farchant. Wie auch sie freut sich Heinz Kaltenbach über seine Aufgabe. Der ehemalige Geschäftsführer des Betriebskrankenkassen-Verbandes in Berlin steht Giefer künftig zur Seite. Das Ehrenamt als Schatzmeister übernimmt der Garmisch-Partenkirchner Steuerberater und Referent für Vereinssteuerrecht, Uwe Meier. Beisitzer ist der Bergführer Bernd Eberle. „Den zweiten Beisitzer suchen wir erst noch“, erklärt Hertkorn. Auf Anregung der neuen Führungsmannschaft sollte es jemand aus der juristischen Ecke sein.

Anfang Mai soll dann der Standort des Kinderheims bekannt gegeben werden, zu Beginn des nächsten Jahres könnte dieses bereits bezugsfertig sein. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, haben die Förderer ein weiteres Projekt auf den Weg gebracht. Unter dem Namen „Kunstraum“ sollen traumatisierte Flüchtlingskinder in Form von kreativen Arbeiten unterstützt werden. „Jede Form des künstlerischen Gestaltens und Werkens bietet als sprachunabhängiges Medium einen Ansatz, die eigene Geschichte zu erzählen und durch deren Darstellung zu verarbeiten“, heißt es im Konzept. Mitarbeiter sind neben Hertkorn auch Psychologin Mareike Burkhart, Lehrerin Birgit Muckenhofer, Heilpraktikerin Melanie Zwerger-Grigull und Jomi Wiest.

Josef Hornsteiner

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