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Trainieren schon mal: (v. r.) Stephanie Schöttl, Sophie Sailer und Julia Kammerer auf den Ergometer-Rädern.

Das steckt dahinter

"Kino unterm Karwendel" mit außergewöhnlichem Öko-Projekt

Mittenwald - In der Mittenwalder Puit findet vom 28. bis 30. Juli das „Kino unterm Karwendel“ des Middlewood-Vereins statt. Heuer wird die Veranstaltung mit einem Öko-Projekt verbunden: Die Zuschauer sind aufgefordert, im Vorfeld den benötigten Strom mit Fahrrädern symbolisch zu „erstrampeln“.

Es ist für die Mittenwalder ein Fix-Termin im Kalender. Immer wenn der Middlewood-Verein zum Open-Air-Kino in die Kuranlage Puit lädt, folgen die Isartaler dem Ruf. Popcorn wird in Massen verkauft, das weiche Licht der riesigen Leinwände tunkt die Kuranlage in eine warme Atmosphäre. Auf Stühlen, die mit Kissen ausgestattet sind, wird Platz genommen – und über einem leuchtet der Sternenhimmel. Große Soundanlagen sorgen für den passenden Klang, Lampen für die richtige Belichtung. Was das wohl an Strom kostet?

Mit diesem Punkt beschäftigte sich auch Middlewood-Chef Christoph Szonn. Er weiß, dass solch eine Veranstaltung einen hohen Energiebedarf hat. Deshalb hatten er und seine Vorstandschaft eine ganz besondere Idee. „Wir wollten unsere Besucher dafür sensibilisieren, wie viel Strom das Open-Air-Kino benötigt.“ Und weiter: „Wir traten mit dem Fitness-Studio Isararena und der KEW in Verbindung“, erklärt er. Die KEW (Karwendel Energie & Wasser GmbH), Mittenwalds einheimischer Stromversorger, liefert für die drei Tage im Juli den nötigen Saft, um die Kurz- und Langfilme in der Puit präsentieren zu können. Nun sollen Stromkosten eingespart werden. Das Besondere: Jeder darf mitmachen. Am Samstag, 24. Juli, wird in die Isararena am Riedboden eingeladen, um auf den Ergometer-Fahrrädern den benötigten Strom zumindest theoretisch zu „erradeln“, der zwischen dem 28. und 30. Juli benötigt wird. „Jeder Teilnehmer wird von uns notiert – und die geradelte Kilometerzahl wird aufgeschrieben“, beschreibt Renate Rothmann das Prinzip. „Jeder gefahrene Kilometer und der damit erzeugte Strom wird von der KEW für das Kino-Open-Air gutgeschrieben.“ Ob der komplette Bedarf für die Veranstaltung zusammenkommt, bezweifeln die Veranstalter. Denn Szonn hat nachgerechnet: „Es müssten 220 Fahrräder gleichzeitig laufen, um so ein Event stromtechnisch zu stemmen.“ Aber dennoch kann gut was eingespart werden, wenn schon einige wenige mitmachen. Zudem nimmt jeder Teilnehmer an einer Verlosung teil – und kann Reise- und Fitness-Gutscheine gewinnen.

Doch nicht nur das ist neu in diesem Jahr. „Wir werden auch eine eigene „Kino-unterm-Karwendel-Bratwurst“ anbieten“, berichtet Szonn. In Zusammenarbeit mit der Metzgerei Mock und dem Mittenwalder Marktrestaurant wird eine eigene Bratwurst samt selbstgemachter Sauce kreiert. „Sie wird leicht südländisch“, verrät er – „sehr süßlich“. Kommende Woche wird das Rezept getestet, zwei Wochen zuvor gibt es die exklusive Kino-Wurst bereits bei Mock zu kaufen.

Die Termine:

 Donnerstag, 28. Juli: Musik vom „Karwendel Trio“; Exklusive Preview nach der Weltpremiere auf dem Filmfest München: „Eine unerhörte Frau“;

 Freitag, 29. Juli: „About a Girl“ (Bayerischer Filmpreis „Beste Nachwuchsdarstellerin); 

Samstag, 30. Juli: „Fack yu Göthe 2“ (Fortsetzung der Komödiensensation, über sieben Millionen Zuschauer)

Josef Hornsteiner

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