Beeindruckende Kulisse: Der City-Biathlon zieht seit Jahren die Massen an. foto: mayr

Auf der Kippe

Garmisch-Partenkirchen - Am Dienstag fällt die Entscheidung, ob der 19. Internationale City-Biathlon trotz Schneemangel stattfinden kann.

„Die Situation ist prekär", sagt Florian Fischer vom Skiclub Garmisch. Am Dienstag gibt es deshalb ein Treffen im Rathaus. Die Entscheidung muss her, ob der 19. Internationale City-Biathlon stattfinden kann oder tatsächlich erstmals wegen Schneemangels ausfallen muss.

„Es hängt viel an dieser Entscheidung“, betont Fischer. Auch finanziell. Schließlich musste der Skiclub schon Anfang des Jahres alle Alpin-Rennen wegen des warmen Wetters absagen. „Nachdem uns der Weltcup schon so hereingerissen hat, sähe es zappenduster aus, wenn nun auch der Biathlon nicht stattfinden könnte.“

Dabei warten die vielen Fans schon sehnsüchtig auf den 29. Dezember. Am kommenden Montag sollen die Sportler eigentlich wieder mitten im Herzen von Garmisch gegeneinander antreten. Die einmalige Streckenführung durch die Fußgängerzone sowie die Nähe der Athleten zu den Zuschauern machen dieses kostenlose Sportereignis so attraktiv. Und zwar für beide Seiten: Sowohl die Zuschauer als auch die Sportler schwärmen von dieser einmaligen Wettkampf-Atmosphäre weit ab von sterilen Sportstadien und langweiligen Arenen. Jahr für Jahr bejubeln nicht zuletzt aufgrund dieser besonderen Stimmung über 12 000 Zuschauer entlang der Strecke die Athleten. Auch heuer hat sich wieder ein hochkarätiges Teilnehmerfeld angekündigt (siehe Kasten). Mit dabei die deutschen Stars Miriam Gössner und Matthias Bischl, die gegen weitere Teams antreten.

„Wir starten mit dem Anschießen der vier Junioren-Teams um zirka 16.30 Uhr, eine Stunde später beginnt dann das Anschießen des Hauptfeldes“, erklärt Fischer. Jeder aus der so genannten Golden Round wird einzeln dem Publikum vorgestellt, bevor dann um etwa 18.15 Uhr das Hauptrennen beginnt. Um 19.30 Uhr findet die Siegerehrung am Mohrenplatz statt. Für geladene Gäste geht’s dann ab 20 Uhr zum Meet and Greet ins Wirtshaus am Mohrenplatz.

Besonders stolz ist Fischer, dass er das komplette italienische Bronze-Team von den Olympischen Spielen in Sotchi zum Start überreden konnte. „Das ist immer unsere Hauptaufgabe und auch immer wieder eine Herausforderung: genügend Teilnehmer zu finden“, beschreibt Fischer. „Vor allem hochkarätige Sportler, die ja mit jedem Wettkampf-Start ein gesundheitliches Risiko eingehen.“ Schließlich stehen am Jahresanfang schon die nächsten Weltcuprennen an. „Da kann man es niemandem verdenken, wenn er kein unnötiges Risiko eingehen mag.“ Drei Teams stehen bislang fest. Auf die Zusage des vierten Paares muss der Skiclub noch warten. Was die Planungen erschwert: „Wir zahlen den Teilnehmern kein Geld“, erklärt Fischer. Das ist in der Arena auf Schalke, wo zwei Tage vorher auch ein Biathlon-Event stattfindet, anders.

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