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Schulkinder mit Regenschirmen: In Murnau werden heuer die Hortplätze aufgestockt. 

Wegen der großen Nachfrage

Mehr Hortplätze für Murnau

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder ist in Murnau nach wie vor hoch. Dieser Umstand zwingt die Verantwortlichen zum Handeln. Der Hort der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe (KJE) wird heuer um 15 Plätze erweitert.

Die Entscheidung fiel kürzlich im Hauptverwaltungsausschuss. „Da kommen wir nicht drum herum“, betonte Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). Die Arbeiten im Gebäude 120 sollen in den Pfingst- und Sommerferien vonstatten gehen. Dabei müssen nicht nur ein paar Wände gestrichen werden. Fenster werden ausgetauscht, auch in Sachen Brandschutz ist etwas zu tun. Größter Kostenfaktor ist nach Angaben von Kämmerer Hubert Süß der Einbau einer zusätzlichen Toilette. 

Für die Erweiterung ist der Markt Murnau verantwortlich. Süß schätzt die Kosten auf 300 000 bis 350 000 Euro. Was noch fehlt, ist die Genehmigung des Landratsamts. Die zusätzlichen Plätze sollen im September zur Verfügung stehen. In einem Hort werden jüngere Schüler nach dem Unterricht betreut.

Mit den zusätzlich 15 Plätzen verfügt die KJE-Einrichtung dann über insgesamt 50 Plätze. Die Mehrausgaben, die auf die Marktgemeinde damit zukommen, belaufen sich auf rund 30 000 Euro. Die Murnauer Kinder sind auf vier Standorte verteilt: auf den KJE-Hort, die Kindertagesstätte St. Nikolaus am Längenfeldweg (27), die Kindertagesstätte Bienenhaus am Mayr-Graz-Weg (33) und den Gemeinde-Kindergarten Drachennest an der Schlossbergstraße (42). Dort ist allerdings das Hort-Konzept nur eine Übergangslösung. Aufgrund des Platzmangels muss ein Teil der Kinder, nämlich 23, in die benachbarte Seidl- Grundschule ausweichen. Dies wird auch im kommenden Schuljahr so sein. 

Um eine Grundlage für den weiteren Betreuungsausbau zu haben, will die Verwaltung nun mit der zuständigen Referentin Veronika Jones (Grüne) ein Gesamtkonzept erarbeiten. „Die Gemeinde hat die Brisanz der Thematik Kinderbetreuung, insbesondere in der Hortbetreuung, erkannt“, sagt sie. Dies sei ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jones hatte im Vorfeld einen Erweiterungsbau neben dem Kindergarten Drachennest vorgeschlagen. Entstehen sollte dieser ihrer Meinung nach zwischen der Einrichtung und dem Pfarrhaus (wir berichteten). 

In Zusammenhang mit dem Hort-Thema steht auch der Komplex Ganztagsschule an Grundschulen. Darüber informierte Schulrat Markus Köpf die Gemeinderäte. Bisher gibt es solche Angebote an Murnaus Grundschulen nicht. Köpf sagte, dass im Falle einer Einführung eventuell auch baulich etwas zu tun wäre. „Denn alle Schulen wurden als Halbtagsschule errichtet.“ Andrea Meder, Leiterin der James-Loeb-Grundschule, mahnte, dass die Kinder von 12 bis 18 Uhr keinesfalls in den Einrichtungen nur „aufbewahrt“ werden dürften. Laut Köpf könnte eine Ganztagsschule in einer der Murnauer Grundschulen eingeführt werden. Problematisch ist auch die Betreuung in den Ferien. Die Schule dürfe eine solche nicht anbieten, sagte Köpf, die Kommune als Eigentümer allerdings schon. Einen Beschluss fassten die Gemeinderäte in Sachen Ganztagsschule nicht. Fest steht: Das Thema Kinderbetreuung wird die Murnauer Volksvertreter auch in Zukunft weiter beschäftigen.

Roland Lory

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