Im Gespräch (v. l.): Andreas Strodl, Christian Schmidt und Stephan Keppler. foto: tab

Klares Bekenntnis für den Spitzensport

Garmisch-Partenkirchen - Christian Schmidt, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, trifft sich an der Kandahar mit Athleten der Bundeswehr-Fördergruppe.

Zum Zuschauen verbannt zu sein, „ist schon heftig“. Seiner Enttäuschung, dass er bei der Heim-WM nicht starten kann, machte Andreas Strodl gestern im VIP-Zelt an der Kandahar Luft. „Zumindest kann ich aber bei jedem Rennen dabei sein und die tolle Atmosphäre genießen“, sagte der Garmisch-Partenkirchner, der noch an seinem Kreuzbandriss laboriert. Den Team-Wettbewerb auf der Kandahar schaute sich der 23-jährige Feldwebel gestern an der Seite von Christian Schmid, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, an. Den Frust, der Strodl und seinen ebenfalls verletzten Teamkollegen Stephan Keppler plagt, konnte Schmidt gut nachvollziehen: „Hier haben wir zwei, die gerne dabei sein wollten, und jetzt leider auf der Tribüne sitzen müssen.“

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 werde das sicher anders, meinte der Staatssekretär. „Dafür brauchen wir Aushängeschilder wie Sie.“ Um talentierte Athleten weiterhin zu unterstützen, werde die Sportfördergruppe der Bundeswehr auf alle Fälle aufrecht erhalten. Derzeit gehören dieser Gruppe 767 Spitzensportler an, sollen aber bis 2012 auf circa 820 Dienstposten - inklusive Militärsportarten - erhöht werden. Die Summe, die in diesen Bereich fließt, sei schwer zu beziffern, erklärte Schmidt. Insgesamt beläuft sich diese Haushaltsstelle samt Personalkosten auf rund 30 Millionen Euro pro Jahr. Die reine Förderung macht Schmidt zufolge etwa ein Drittel davon aus. Ein Betrag, den der Bundesrechnungshof durchaus kritisch hinterfrage. „Die Erfolge geben uns Recht“, untermauerte der CSU-Politiker. Bei den Winterspielen 2006 in Turin etwa wurden 70 Prozent der 29 Medaillen für Deutschland von Mitgliedern der Sportfördergruppe errungen.

Wie wichtig diese Form der Unterstützung ist, verdeutlichten die beiden verletzten Skifahrer: „Ohne würde es nicht gehen“, betonte der 28-jährige Keppler, der in München wohnt. Nachdem er und Strodl mittlerweile die erforderlichen Lehrgänge für ihre Unteroffizierslaufbahn abgeschlossen haben, könnten sie sich nun voll auf ihren Sport konzentrieren. (tab)

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